Wiener Gemeinderat (7)

Fortsetzung der Dringliche Anfrage zum Thema "Gasabhängigkeit ist kein Schicksal"

Wien (OTS) - GR Franz Ekkamp (SPÖ) betonte, dass es nicht möglich sei, durch Passivhäuser und Altbaudämmung schnell vom Gas unabhängig zu werden. Er könne diesbezüglich nur von "Ökozauberei" sprechen. Sinnvoller, so Ekkamp, sei es, die Speicherkapazitäten zu erhöhen. Zudem sei Biomasse nicht jene Zukunftslösung, als die sie verkauft werde. Bezüglich Energieeffizienz sei es Fakt, dass Abwärme in Wien mittels Kraft- Wärme- Kopplung genutzt werde. Alternative Energien müssten zwar gefördert werden, aber auch hier sei kein extremer Energieschub möglich. Abschließend hob Ekkamp die Vorteile von Fernwärme/Fernkälte hervor.

GR Dr. Helmut Günther (FPÖ) solidarisierte sich mit den Aussagen Häupls - die Gaskrise sei ein europäisches Problem. Aufgrund der großen Lagerbestände sei die Krise in Wien nicht aufgefallen. Das Nabucco-Projekt hätte bis jetzt keine Ergebnisse gebracht. Einerseits müsste die Leitung durch die Türkei gelegt werden, andererseits hätte Turkmenistan große eigene Reserven. Es sei aber unklar, wie man zu diesem Gas kommen könne. Bisher sei die einzige Leitung eben jene über die Ukraine und wenn es keine Regelung für mehr Gas aus der Nordsee gäbe, werde dies auch so bleiben. Abschließend formulierte Günther seine Hoffnung auf mehr Zusammenarbeit zwischen Wien und Niederösterreich im Energiebereich.

GR Mag. Rüdiger Maresch (Grüne) betonte, dass man gerade den Ärmsten durch Förderungen den Weg aus der "Energiefalle" ermöglichen müsse. Dazu sei die Stadt gefordert, wesentlich mehr Geld auszuschütten. In Wien werde alles "ein-bisschen-gefördert", er vermisse u.a. Maßnahmen bei Gebäuden der Stadt. Hier könne mit Solartechnik einiges bewirkt werden. Als skandalös bezeichnete er den Betrieb des Kohlekraftwerks Dürnrohr in Niederösterreich. Photovoltaik auf allen öffentlichen Gebäuden, Nutzung der Erdwärme, mehr Förderungen und mehr Fassadendämmung: Dass seien die notwendigen Maßnahmen. (Forts.) kad/gse

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