ORF kündigt Vertrag mit Staatsoper

Holender bitter, ORF beruhigt

Wien (OTS) - Staatsoperndirektor Ioan Holender berichtete der Tageszeitung ÖSTERREICH am Mittwoch von einem besonders brisanten Brief, der ihm ins Haus geflattert sei: "ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz kündigte per 31. 1. unseren gemeinsamen Vertrag bezüglich der Opernübertragungen auf", so Holender.

Verwundert sei er darüber nicht wirklich: "Wenn man nicht einmal unsere Götterdämmerung sendet, was kann man sich dann noch für Opernübertragungen vom ORF erwarten?!"

Und Holender weiter: "Niemand liebt die Oper in der ORF-Kultur. Dafür sendet man stundenlang den Opernball, der ist dem ORF offenbar wahnsinnig wichtig."

Auf Anfrage beim ORF bestätigte man gestern diesen Brief: "Ja, es ist richtig, dass der ORF den Rahmenvertrag, der die Opernübertragungen aus der Staatsoper geregelt hat, gekündigt hat, da dieser Vertrag -weil vor vielen Jahren abgeschlossen - die Übertragungen nicht mehr im Sinne größtmöglicher Publikumszufriedenheit garantieren konnte."

Aber: Die Kündigung bedeute "in keiner Weise das Ende der Zusammenarbeit mit der Staatsoper." In Zukunft wolle der ORF "für einzelne Aufführungen Verträge mit der Oper abschließen. Für nächstes Jahr verhandeln wir diesbezüglich bereits mit Direktor Holender."

Und, so der ORF gegenüber ÖSTERREICH: "Mit Opern von Salzburg, Bregenz über Volksoper bis Theater an der Wien bieten wir unseren TV-Zuschauern im Jahr 2009 eine wirklich gute Mischung."

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