SIG und Salzburg AG starten Energie-Kooperation mit Biomasse

- Modellprojekt für CO2-neutrale Erzeugung von Ökostrom und Fernwärme - Win-Win-Situation für Lieferanten, Abnehmer, Erzeuger und Umwelt

Wien (OTS) - "Gerade in Zeiten von Energie-Diskussionen und wieder erstarkender Atomlobby müssen wir darauf schauen, im öffentlichen Bereich nachwachsende heimische Energieträger zu forcieren", betonte Bürgermeister Heinz Schaden am 29. Jänner 2009. Und Salzburg AG-Netzechef Michael Strebl ergänzte: "Diese Kooperation ist modellhaft für die Zukunft und ein weiterer Schritt der Salzburg AG beim massiven Ausbau Erneuerbarer Energien. Die Stadt liefert uns Baum- und Strauchschnitt an unseren Kraftwerksstandort in Siezenheim, wir verwerten diese thermisch zu Ökostrom und Wärme. Das ganze CO2-neutral und ohne finanziellen Aufwand für die Stadt."

Die beiden unterzeichnen gemeinsam mit Stadtrat Martin Panosch, als aktuellem Eigentümervertreter der SIG - Stadt Salzburg Immobilien GmbH, einen zukunftsweisenden Partnerschaftsvertrag zur umweltfreundlichen Wärmeversorgung städtischer Gebäude.

Fernwärme aus städtischer Biomasse

Und so funktioniert die neue Kooperation: Die Stadt liefert Biomasse (Holz aus der Josefiau, Baumschnitt des Gartenamtes, Grünabfällen vom AbfallService sowie Geäst und Stauden der Bergputzer) zum Biomasse-Heizkraftwerk der Salzburg AG. Dort werden daraus CO2-neutral rund 4,7 Millionen kWh Fernwärme pro Jahr erzeugt und ins Netz eingespeist.

Heizenergie für 550 Haushalte

Die Menge des biogenen Brennstoffs, den die Stadt bereitstellt, bringt umgerechnet so viel Energie, wie notwendig ist, um 550 Haushalte zu beheizen. Mit der umweltfreundlich aus der Biomasse hergestellten Fernwärme können überdies 640 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Und die Einspeisung ins Netz hat den Vorteil, dass die so gewonnene Energie potentiell im gesamten Stadtgebiet genutzt werden kann.

Insgesamt versorgt die Anlage der Salzburg AG rund 5.500 Haushalte mit Fernwärme und rund 2.300 Haushalte mit Strom.

600.000 Euro für Fernwärme-Anschlüsse

Bürgermeister Schaden: "Unser Deal ist nun der, dass wir den Gegenwert von zwölf Jahren Biomasse-Lieferung dafür verwenden, das Seniorenheim und die Gärtnerei Nonntal, das Leopoldskroner Bad, die Kunsteisbahn und die Volksschule plus den Kindergarten Schallmoos schon jetzt ans Fernwärme-Netz anzuschließen. Aktuelle Ersparnis dabei: rund 600.000 Euro."

Keine neuen Heizanlagen nötig

Und Stadtrat Panosch ergänzt: "Hinzu kommen nochmals rund 200.000 Euro, die im Minimum nötig gewesen wären, um die veralteten Heizanlagen - überwiegend Gasheizkessel - der genannten Gebäude auf Vordermann zu bringen. Die können wir jetzt getrost verschrotten." Laut Panosch habe die Stadt ursprünglich überlegt, selbst ein Hackschnitzelwerk beim Seniorenheim Nonntal zu errichten. Dank der generell guten Zusammenarbeit mit der Salzburg AG ist man dann auf die viel klügere, effizientere und gemeinsame Lösung in Wals-Siezenheim gekommen.

Salzburg AG: Boom bei Erneuerbaren

Der heimische Strom- und Wärmeversorger setzt vermehrt auf den Ausbau erneuerbarer Energien. Erst vor kurzem gab das Unternehmen den Einstieg ins Biogasgeschäft (in Eugendorf) bekannt. Biomasseanlagen betreibt die Salzburg AG neben der in Wals-Siezenheim in Abtenau, am Standort der M-real in Hallein, in den Pinzgauer Orten Bramberg, Bruck, und Saalfelden sowie in Radstadt. Dazu kommen Fotovoltaikanlagen, beispielsweise am Flughafen Salzburg oder im benachbarten Bayern.

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Stadt Salzburg, Karl Schupfer
Tel. 0662/8072-2562, karl.schupfer@stadt-salzburg.at

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