Wiener Gemeinderat (4)

Subventionen für Sportverbände

Wien (OTS) - GR Mag. Thomas Reindl (SPÖ) betonte, dass er selbst lange Zeit Handball gespielt habe und daher einen guten Einblick in den Spielhallenbetrieb gewinnen konnte. Es mache keinen Spaß zu spielen, wenn es tausende Zuschauerplätze gebe, jedoch nur eine Handvoll Zuschauer kämen. Die Hallendiskussion der ÖVP entbehre jeglicher ökonomischer Grundlage, er halte nichts davon "für leere Sitzplätze zu sorgen." In Sachen "Vienna Capitals" hielt er fest, dass derzeit Gespräche geführt würden und Lösungen für die nahe Zukunft absehbar seien.

GRin. Henriette Frank (FPÖ) warf Sportstadträtin Grete Laska (SPÖ) vor, den schulischen Turnunterricht zum Erliegen gebracht zu haben. Man müsse die Jugend an den Sport heranführen, Laska aber hätte nichts dafür getan. Weitere Versäumnisse sah sie bezüglich des Eisring-Süd: Die Stadt Wien konzentriere sich hier auf "Fun-Sportarten", restliche Sportangebote würden nicht gefördert. Des weiteren kritisierte sie, dass sich die Wiener Turnvereine baulich in "grenzgängerischem Zustand" befänden. Sie appellierte an die Wiener Stadtregierung mit Wettbewerben und Info-Broschüren Werbung für den Breitensport zu machen.

GR Alfred Hoch (ÖVP) wies seine Vorredner darauf hin, dass die Problematik der Mehrzweckhalle und der Albert-Schultz-Halle zwei verschiedene Thematiken seien. Hinsichtlich seiner Forderung nach einer Mehrzweckhalle bezeichnete er das Vorgehen der SPÖ als seltsam:
Vor zwei Jahren hätte diese eine solche Halle gebraucht, als die ÖVP eine Bedarfsprüfung beantragte, hieß es jedoch, es wäre keine Mehrzweckhalle notwendig. Seiner Meinung nach würde sich die Gegend um den neuen Hauptbahnhof hervorragend für eine solche Halle eignen. Um dies zu überprüfen, brachte er einen Antrag ein.

GR Anton Mahdalik (FPÖ) meldete sich erneut zu Wort, um die Diskussion über den Verein "Hellas Kagran" richtig zu stellen. Martin Graf hätte das Präsidentenamt des Vereins übernommen, da dieser sonst in Konkurs gegangen wäre. Er habe viel privates Geld investiert, wie auch andere MandatarInnen der FPÖ. Bei seiner Angelobung beschimpften drei links-radikale Spielerinnen den neuen Präsidenten, dies führte zu deren Suspendierung. Diese Konsequenz habe nichts mit der Partei zu tun, auch ein roter, schwarzer oder grüner Verein würde so ein Verhalten ablehnen.

GR Heinz Vettermann (SPÖ) hielt fest, dass es bei der Diskussion um den Verein "Hellas Kagran" darum gehe, dass keine offenen FPÖ-Parteiveranstaltungen am Rasen statt finden dürften. Dass man missliebige Spielerinnen einfach rausschmeißt, sei kein Umgang und daher abzulehnen. Hinsichtlich der Mehrzweckhalle betonte er, dass es derzeit keinen Bedarf gebe. Eine Eishockey-WM könne man auch in der Wiener Stadthalle abhalten. Der Antrag der ÖVP zur Überprüfung sei unpräzise. Mit dem neuen Eisring-Süd sehe er ein zusätzliches Sportangebot für die Wienerinnen und Wiener kommen.

Abstimmung: Der Antrag zur Subvention verschiedener Sportverbände wurde einstimmig beschlossen. Der Antrag ÖVP erhielt mit den Stimmen der ÖVP, FPÖ und der Grünen nicht die ausreichende Mehrheit.

Subvention an Verein "Forum Wien Arena"

GR Mag. Johann Gudenus, M.A.I.S. (FPÖ) merkte an, dass mit der 225.000 Euro - Förderung des Vereins "Forum Wien Arena" der rote Faden der roten Stadtpolitik weiter geführt würde. Die Wiener Stadtregierung finanziere vor allem Freunde und Vereine mit links-radikalen Tendenzen. Er kritisierte, dass einerseits die Gebühren erhöht, andererseits Vereine mit klarem ideologischen Hintergrund gefördert würden.

Abstimmung: Der Antrag zur Subvention erhielt mit den Stimmen der ÖVP, SPÖ und der Grünen die ausreichende Mehrheit. (Forsts.) rav/bom

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