Walser: "Wer Menschenrechte ablehnt, sollte nicht unterrichten"

Grüne fordern Kontrolle über Religionsunterricht

Wien (OTS) - "Ich fordere eine generelle Diskussion über die Inhalte des konfessionellen Religionsunterrichts und die dienstrechtliche Stellung der Lehrpersonen", erklärte der Bildungssprecher der Grünen, Harald Walser. Eines müsse jedenfalls klar sein: "Wer die Menschenrechte ablehnt oder die Todesstrafe für abtrünnige Muslime befürwortet, hat an einer österreichischen Schule nichts verloren." Die bestürzenden Ergebnisse der Untersuchung des Religionssoziologen Mouhanad Khorchide von der Universität Wien in Bezug auf das Demokratieverständnis islamischer Religionslehrer müssen Konsequenzen nach sich ziehen. Offenbar lehnt fast ein Viertel der islamischen ReligionslehrerInnen die Demokratie ab: "Wenn angesichts solcher Ergebnisse bei uns nicht die Alarmglocken läuten, dürfen wir uns nicht wundern, wenn sich eine islamische Parallelgesellschaft breit macht. Das Feld dürfen wir in dieser Frage nicht den Rechten überlassen."

Es könne nicht sein, dass der Staat an Österreichs Schulen keine Kontrolle und keinen Einfluss darauf habe, was im Religionsunterricht der anerkannten Konfessionen unterrichtet werde, so Walser weiter:
"Eine demokratiefeindliche Grundhaltung ist mit einer pädagogischen Tätigkeit an einer öffentlichen Schule nicht vereinbar."

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0002