FP-Mühlwerth: Aufklärung in Sachen Genitalverstümmelung absolut notwendig

Kulturelle, gesundheitliche oder religiöse Vorwände dürfen nicht akzeptiert werden

Wien, 29.01.2009 (fpd) - Einem Großteil der Bevölkerung ist die Problematik der Genitalverstümmelung und der damit verbundenen Lebensgefahr nicht einmal bewusst. Deshalb ist es notwendig, über diese grausamen Menschenrechtsverletzungen aufzuklären, so die Vorsitzende der Initiative Freiheitlicher Frauen, Bundesrätin Monika Mühlwerth.

Es gibt keinerlei kulturelle oder religiöse Gründe dafür dass FGM (female genital mutilitation) auch nur annähernd akzeptiert werden kann oder darf. Auch den Männern muss ein für alle mal klar gemacht werden, dass ein derartiges Handeln eine gigantische Form von Gewalt ist und Genitalverstümmelung daher absolut inakzeptabel ist. Vielen Frauen fällt es gerade deshalb besonders schwer darüber zu sprechen, weil hier massiv in die Sexualität bzw. den Intimbereich eingegriffen wird. Die Frauen leiden ein Leben lang unter den Folgen. Auch wenn in Österreich die Durchführung eines derartigen Eingriffes als Körperverletzung gilt, gibt es immer wieder Fälle - und diese gehören aufgedeckt.

Unter dem Vorwand, die Jungfräulichkeit zu schützen steckt der Wunsch, die Frau zu kontrollieren und sie in ihrer Freiheit einzuschränken und unterzuordnen. Es gibt keinerlei gesundheitlichen Bedarf für die Beschneidung sondern es ist eine reine Diskriminierung auf abscheulichstem Niveau, so Mühlwerth, die weiter meint, dass betroffene Frauen weiterhin unterstützt und bestärkt werden müssen. (Schluss)paw

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