Bures und Meyer unterzeichneten Planungsvereinbarung über Schienenausbau zwischen Österreich und Liechtenstein

Im Halbstundentakt von Österreich nach Liechtenstein - Bures: "Öffentlicher Verkehr wird attraktiver" - Meyer: "Mehrwert für die gesamte Region"

Wien (BMVIT) - Am Donnerstag haben Infrastrukturministerin Doris Bures und ihr Liechtensteiner Amtskollege Regierungsrat Martin Meyer in Wien die Planungsvereinbarung über den Ausbau der internationalen Eisenbahnverbindung von Feldkirch nach Buchs in der Schweiz durch das Staatsgebiet des Fürstentums unterzeichnet. Bures wies nach der Vertragsunterzeichnung darauf hin, dass mit diesem Projekt die Schienenverbindung deutlich attraktiviert werden kann, was vor allem den rund 8.000 Pendlerinnen und Pendlern zugute kommen würde. Meyer sprach von einem "klaren Mehrwert für die gesamte Region", man suche "nicht nur punktuelle Lösungen, sondern grenzüberschreitende". ****

Beide Ressortchefs betonten die traditionell gute Zusammenarbeit zwischen Österreich und Liechtenstein. "Wenn wir nach dem Abschluss der Planungen das Projekt umsetzen, rücken Österreich und Liechtenstein noch enger zusammen", sagte Bures. Generell zeigte sie sich im Hinblick auf die Umsetzung des Bahnausbaus, der nach Abschluss der Planungen in drei Jahren beginnen könnte, optimistisch:
"Die Realisierung ist die klare Zielsetzung."

Zwischen Vorarlberg und Liechtenstein pendeln täglich rund 8.000 ArbeitnehmerInnen - die ausgebaute Bahnverbindung soll den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel erleichtern, erläuterte Bures. Die ÖBB ist überzeugt, dass dieses zusätzliche Angebot gut angenommen wird -sie geht davon aus, dass das Personenverkehrsaufkommen auf der Schiene um 60 Prozent steigen würde.

Derzeit fahren täglich 1.600 Reisende mit dem Zug, nach dem Ausbau wird sich Zahl nach Einschätzung der ÖBB um 950 pro Tag steigern. Das bedeutet weniger Stau auf den Straßen und eine deutliche Verringerung der Schadstoff- und Feinstaubelastung in der Region. "Und für die Bahnkunden heißt das schnellere und komfortablere Verbindungen", betonte die Infrastrukturministerin.

Zum Planungsvertrag selbst: In den kommenden drei Jahren wird man den zweigleisigen Ausbau zwischen Tisis in Vorarlberg und Nendeln in Liechtenstein planen und bis zur Baureife entwickeln. Das ist die Voraussetzung, um die notwendigen Schienenkapazitäten für einen 30-Minutentakt zwischen Feldkirch (Vorarlberg) und Buchs in der Schweiz (an der Grenze zu Liechtenstein) zu schaffen.

Diese Schnellbahnverbindung zwischen Feldkirch und Buchs ist ein weiterer Schwerpunkt im Übereinkommen. Ziel ist es, dass auf dieser Linie eine S-Bahn im Halbstundentakt verkehrt. Außerdem sollen die Bahnhöfe und Haltestelle zeitgemäß adaptiert werden.

Weiters sind in den Eckpunkten der Planungsvereinbarung Lärmschutzmaßnahmen, die Erhöhung der Geschwindigkeit und die Aufteilung der Planungskosten von voraussichtlich 4,5 Mio. Euro fixiert. Demnach übernimmt Liechtenstein 60 Prozent und Österreich 40 Prozent. Österreich sichert überdies zu, dass in Abstimmung mit den Planungen auf Liechtensteiner Gebiet auch die Planung für den Streckenabschnitt auf österreichischer Seite durchgeführt wird.

Binnen drei Jahren will man die Planungen abgeschlossen haben, dann sollen für alle erforderlichen Verfahren genehmigungsfähige Einreichunterlagen vorliegen. (Schluss) wf

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