VP-Anger-Koch ad Mehrzweckhalle: Was sind Häupls Zusagen wert?

Kein Ende der Tristesse im Hallen-Sport in Sicht - Wien Schlusslicht in Europa

Wien (VP-Klub) - "Seit der Blamage im Zuge der Eishockey-WM 2005 hieß es von Seiten der Stadt alle paar Monate, dass Wien eine neue Mehrzweckhalle bekomme, die vorwiegend dem Sport zu Gute kommen sollte. 2009 will man davon nichts mehr wissen. Stattdessen ist nun die Rede davon, dass man die Albert-Schultz-Halle ausbauen werde. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Ankündigung nicht auch in Luft auflöst. Haben Versprechungen der SPÖ doch die Halbwertszeit von Seifenblasen", so die Sportsprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ines Anger-Koch, im Zuge der heutigen Sitzung des Wiener Gemeinderates.

"Wir begrüßen zwar den allfälligen Ausbau der Schultz-Halle, so er denn überhaupt kommen sollte, doch ist die Mehrzweckhalle damit noch nicht vom Tisch. Das Schattendasein des Sports in Wien muss endlich ein Ende haben. Wien gehört neben Warschau, Bukarest und Belgrad zu den wenigen europäischen Großstädten, die keine große Sporthalle haben. Österreich ist dank Wien dadurch zudem die einzige der 16 A-Nationen im Eishockey, die nicht in der Lage ist, Ausrichter einer Eishockey-WM zu sein", so Anger-Koch weiter.

Schnapsidee Sprungschanze

"Statt sich der Schnapsidee einer Sprungschanze zu widmen, sollte man sich lieber der bestehenden Probleme des Wiener Sports annehmen. Die unzähligen Vereine, die jedes Jahr abgewiesen werden müssen, da in den bestehenden Einrichtungen keine Trainingsräumlichkeiten und Zeitkontingente mehr verfügbar sind, werden sich zu bedanken wissen. Ein ordnungsgemäßer Trainingsbetrieb ist in Wien nur für jene Vereine möglich, die über den richtigen Draht ins Rathaus verfügen. Eine Mehrzweckhalle ist für den Wiener Sport - für den Breiten- und Spitzensport - eine Frage des Überlebens. Für Zwecke der Inspiration empfiehlt sich ein Blick in den Süden. In Klagenfurt (93.000 Einwohner) wird demnächst eine Mehrzweckhalle gebaut. Eine Sprungschanze hat derzeit keine Dringlichkeit", betont Anger-Koch.

"In einer Stadt, in der man in Summe 70 Mio. Euro an Steuergeldern für die Pseudofanzone Hanappi-Stadion und das Praterdebakel zur Verfügung hat, sollte auch Geld für eine Mehrzweckhalle vorhanden sein. Knapp 20 Jahre nach dem Fall des eisernen Vorhanges wäre es für Wien an der Zeit, in punkto Sportinfrastruktur an Prag und Budapest anzuschließen", schließt Anger-Koch.

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