BZÖ-Grosz: Sozialministerium verschleuderte 2007/2008 knapp 3,5 Millionen Euro an Steuergeld für externe Berateraufträge

Je weniger die Regierung zustande gebracht hat, umso größer war die Steuergeldverschwendung

Wien (OTS) - Je weniger die Bundesregierung in den Jahren 2007 und 2008 zustande gebracht hat, umso mehr wurde an Steuergeld für sinnlose externe Berater ausgegeben. Mit knapp 3,5 Millionen Euro dürfte das Sozialministerium der tragische Rekordhalter der latenten Steuergeldverschwendung sein. Dies geht aus einer parlamentarischen Anfrage des BZÖ-Rechnungshofssprecher Abg. Gerald Grosz hervor. In den Jahren 2007 und 2008 wurden seitens des Sozialministeriums exakt 3,443.745,29 Euro an externen Berateraufträgen vergeben.

"Wir sind ja von dieser sozialistischen Verschwendung Einiges gewohnt. Aber, dass die Österreicherinnen und Österreicher für Streit, Stillstand und Chaos auch noch zur Kasse gebeten wurden, schlägt dem Fass den Boden aus. Es ist ein unglaublicher Skandal, der sich hier im Sozialministerium abgespielt hat", so Grosz.

"Wenn es um die Vergabe von externen Beratungen und Expertisen geht, spielte das Geld der gepeinigten Steuerzahlerinnen und Steuerzahler keine Rolle. Obwohl im Sozialministerium für jeden Fachbereich fachlich hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung stehen, hat Buchinger offenbar seine gesamten Ressortbelange "ausgelagert"", so Grosz.

Der BZÖ-Rechnungshofsprecher kündigt weitere Anfrage an das Sozialministerium an, in denen man die exakten Zahlen für die jeweiligen Aufträge erkunden will.

"Bemerkenswert sind nicht näher bezifferte Aufträge an eine gewisse Firma Trimedia Communications GmbH, an der der ehemalige ÖVP-Landeshauptmann Zernatto beteiligt ist, Beratungsleistungen für Mag. Eichbauer Lobbying KEG für Beratungsleistungen im Rahmen der Mindestsicherung, ein Auftrag an Meinungsforschungsinstitut SORA uvm. Ich werde den Verdacht nicht los, dass hier großkoalitionären Freunden Aufträge vermittelt wurden. Dem werden wir auf den Grund gehen", so Grosz.

Auch Vergleichszahlen aus dem Sozialministerium präsentierte der BZÖ-Rechnungshofsprecher. "Zum Vergleich über externe Berater hat das Sozialministerium vom 4.2.2000 bis 3.2.2004 insgesamt 60.888,50 Euro ausgegeben. Das geht aus der parlamentarischen Anfragebeantwortung des Herrn Cap (1228/AB XXII. GP) hervor.", so Grosz abschließend.

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