Qualifizierter Religionsunterricht bestes Mittel gegen Fundamentalismus

Oberkirchenrat Schiefermair: Evangelischer Religionsunterricht fördert kulturelle und religiöse Dialogfähigkeit - Stabile SchülerInnenzahlen, weniger Abmeldungen

Wien (OTS) - "Religiöse Sprachfähigkeit und Bildung wird im konfessionellen Religionsunterricht erlernt", betont der evangelisch-lutherische Oberkirchenrat Karl Schiefermair. Nach dem Selbstverständnis des evangelischen Religionsunterrichts sei er "bestes Mittel gegen Fundamentalismus und für kulturelle und religiöse Dialogfähigkeit", so der Oberkirchenrat, der in der Kirchenleitung für den Bereich Religionsunterricht zuständig ist. Die immer wieder geforderte Werteerziehung finde "hauptsächlich im Religionsunterricht" statt. Dazu gehöre eine "persönlichkeits- und gemeinschaftsbildende Erziehung, eine identitäts- und sinnstiftende Pädagogik und eine wissenschaftliche Fundierung".

Was die Zahl der Schülerinnen und Schüler betrifft, sei der evangelische Religionsunterricht eine "stabile Angelegenheit". Insgesamt besuchen im laufenden Schuljahr 41.268 SchülerInnen den evangelischen Religionsunterricht, im Jahr davor waren es 41.721. Deutlich zurückgegangen ist die Zahl der Abmeldungen (von 4828 im Schuljahr 2007/2008 auf 4470 im Jahr 2008/2009). Bei fast gleich bleibenden SchülerInnenzahlen seien gegenüber dem Vorjahr über 100 Stunden weniger erteilt worden. "Geforderte Sparmaßnahmen sind hier sehr ernst genommen worden", erklärt Schiefermair gegenüber epd Ö. Für die SchülerInnen bedeute dies eine höhere Mobilität, da der evangelische Religionsunterricht nicht immer an der eigenen Schule stattfinde. Durch die Zusammenziehungen wird im aktuellen Schuljahr an 2743 Standorten für SchülerInnen aus 3547 Schulen evangelischer Religionsunterricht erteilt.

Insgesamt sieht Schiefermair den evangelischen Religionsunterricht, der für die Identität der ProtestantInnen in Österreich "enorm wichtig" sei, gut integriert in den Allgemeinunterricht. Schiefermair: "Unsere 690 Lehrerinnen und Lehrer versuchen, evangelisches Bildungsgut in die öffentliche Bildungsverantwortung einzubringen." Für die ordnungsgemäße Organisation und Inspektion zeichnen, so der Oberkirchenrat, 13 FachinspektorInnen verantwortlich. Die Lehrpläne des Religionsunterrichts seien öffentlich einsehbar und mit den staatlichen Stellen akkordiert. Die Kontakte der kirchlichen Schulämter und der Kirchenleitung mit den zuständigen staatlichen Stellen bezeichnet Schiefermair als "ausgezeichnet". Die Zusammenarbeit sei "geprägt vom gemeinsamen Willen, gute Entscheidungen für die betroffenen Kinder und Jugendlichen zu treffen".

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