Expansion trotz Wirtschaftskrise: Versicherungen suchen 2.000 zusätzliche Mitarbeiter/innen

Neue Studie "Wunschberuf Versicherungsberater/in"

Wien (OTS) - Während in vielen Branchen Kurzarbeit und Kündigungen auf der Tagesordnung stehen, sucht die heimische Versicherungswirtschaft weiterhin tausende neue Versicherungsberater/innen. Mit der im Vorjahr gestarteten Kampagne des österreichischen Versicherungsverbandes (VVO) "Versicherungsberater/in: Ein Beruf mit Zukunft" konnten von den angebotenen 3.000 Stellen bereits 1.000 besetzt werden. 2.000 Jobs warten somit noch auf geeignete Bewerber/innen.

Ab Mitte Februar geht die Kampagne daher in eine zweite Runde, die wieder von allen heimischen Versicherungsgesellschaften getragen wird. Geplant sind unter anderem Informationsserien in Printmedien und auf Internet-Plattformen, die das Interesse für diesen zukunftssicheren Beruf wecken und geeignete Bewerber ansprechen sollen. Diese können sich zusätzlich auf der Kampagnen-Website http://www.berufmitzukunft.at und bei der kostenlosen Telefon-Hotline 0800 212 008 informieren.

Wie die Versicherungsberater/innen selbst ihren Beruf sehen, zeigt eine vom VVO in Auftrag gegebene aktuelle Studie. Die Ergebnisse wurden nun präsentiert.

Krisenfeste Branche

Die schlechte Konjunkturlage kann der Versicherungswirtschaft offenbar nichts anhaben: "Der Versicherungssektor ist einer der stabilsten Pfeiler der heimischen Wirtschaft - nicht nur, weil wir solide und sicher wirtschaften und keine Liquiditätsprobleme haben, sondern auch, weil unsere Produkte immer mehr gebraucht werden," erklärt VVO-Generalsekretär Dr. Louis Norman-Audenhove.

"Der Bedarf wächst nicht nur bei der Vorsorge, sondern auch bei der Sachversicherung, weil immer anspruchsvollere Produkte kompetente persönliche Beratung erfordern," erläutert Mag. Robert Lasshofer, Vorsitzender des Komitees für Marketing und Vertrieb im VVO und stellvertretender Generaldirektor der Wiener Städtischen VIG. "Auch hat das Image des Jobs mit der tatsächlichen Entwicklung zu einem anspruchsvollen Beratungsberuf nicht Schritt gehalten," so Lasshofer weiter. "Daher nehmen wir die im Vorjahr begonnene Job-Offensive wieder auf. Konkret suchen wir verantwortungsvolle Menschen, die gerne eigenständig und mit anderen Menschen arbeiten, Freude am Verkauf haben und nicht den ganzen Tag im Büro sitzen wollen."

Wenngleich der Frauenanteil unter den rund 15.000 Außendienstmitarbeiter/innen bereits bei über 16 Prozent liegt, sind weibliche Versicherungsberater in der Branche nach wie vor unterrepräsentiert. Sie sollen mit der Kampagne besonders angesprochen werden. Neben freier Zeiteinteilung - bei gleichzeitiger sozialer Absicherung - bietet ihnen der Beruf auch volle Chancengleichheit mit männlichen Kollegen bei Entwicklungs- und Verdienstmöglichkeiten.

Neue Studie zeigt hohe Job-Zufriedenheit

Unter den Ergebnissen der Berufsbild-Studie, für die insgesamt 182 angestellte Mitarbeiter/innen im Versicherungsaußendienst befragt wurden, sticht besonders die hohe Zufriedenheit hervor: Volle 86 Prozent der Befragten fühlen sich in ihrem Beruf gut, sehr gut oder sogar ausgezeichnet. 94 Prozent empfinden ihren Job als sehr vielseitig, 89 Prozent schätzen die guten Verdienstmöglichkeiten, 79 Prozent die hohe Qualität der Ausbildung und 98 Prozent sahen in ihrer Arbeit eine Hilfestellung für den Kunden.

Bei diesem Punkt zeigt sich auch der starke Wandel, den der Beruf in den letzten Jahren erfahren hat: Während früher der Verkauf im Vordergrund stand, ist heute - mit immer anspruchsvolleren Produkten und immer besser informierten Konsumenten - die fachlich kompetente Beratung das Um und Auf für Erfolg im Versicherungsaußendienst.

Ideal für Quereinsteiger/innen

Außerhalb der Branche kann man dieses Know-how nicht erwerben, daher sorgen die Versicherungsunternehmen selbst für die Ausbildung ihrer Mitarbeiter/innen - nach einem gemeinsamen Branchenstandard und unter dem Dach der Bildungsakademie der Österreichischen Versicherungswirtschaft (BÖV). Da Bewerber/innen aber schon Berufs-und Lebenserfahrung mitbringen sollten, sind Versicherungen besonders auf Quereinsteiger/innen aus anderen Berufen eingestellt - sie sind auch eine wichtige Zielgruppe der Kampagne.

Daher hatten auch die meisten der für die Studie Befragten zuvor schon Erfahrungen in anderen Branchen gesammelt. Dennoch würden sich 78 Prozent wieder für den Beruf des/r Versicherungsberater/in entscheiden, und 91 Prozent rechnen damit, dass sie ihn in drei Jahren weiterhin ausüben werden.

Das hängt wohl auch mit dem inzwischen deutlich verbesserten Berufsimage und den Erfolgserlebnissen zusammen, die Versicherungsberater/innen im Alltag haben: Immerhin 63 Prozent der Befragten gaben an, dass sie persönlich von ihrem Umfeld viel Lob und Anerkennung erhalten und volle 89 Prozent empfanden ihre Tätigkeit als wichtig für die Gesellschaft.

Fotos von der Pressekonferenz sind nach Ende der Veranstaltung im Internet abrufbar unter:
www.pressefotos.at/m.php?g=1&u=1&dir=200901&e=20090129_v&a=event

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Daniela Ebeert
VVO Versicherungsverband Österreich
Tel.: 01/711 56/261
Fax 01/711 56/280
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