FPÖ-Haider: Kontinuierlicher Rückgang bei Schulskikursen: Verliert der Skisport an gesellschaftlicher Bedeutung?

Rückgang stellt auch wirtschaftliches Problem für die Tourismusbranche dar - "Skifahren ist wesentlicher Teil unserer Identität"

Wien (OTS) - Der Winter ist in großen Teilen Österreichs zurück gekehrt und die Semesterferien stehen in den ersten Bundesländern vor der Tür. Vor diesem Hintergrund zeigte heute der Tourismussprecher des FPÖ-Parlamentsklubs, NAbg. Mag. Roman Haider auf, "dass es im Jahr 1980 noch 250.000 Kinder waren, die durch die Schule das Skifahren erlernten. Im vergangenen Jahr waren es nur mehr knapp 150.00, Tendenz weiter sinkend.

Verliert der Skisport in der Skination Österreich an gesellschaftlicher Bedeutung?"

Gründe für den drastischen Rückgang an der Teilnahme seien vor allem in der demographischen Entwicklung (weniger Jugendliche und Kinder), in der Zusammensetzung der Bevölkerung - laut Statistik Austria sind von 620.000 unter 15-Jährigen in Österreich 110.000 Kinder und Jugendliche erste oder zweite Generation mit Migrationshintergrund. Weiterer Grund sei jedoch auch die zunehmende Verarmung der Familien, betragen die Kosten pro Schulskikurs doch zwischen 270 und 450 Euro ohne Ausrüstung. "Bei einer Familie mit zwei Kindern würde ein Skikurs das Familienbudget mit rund 1.000 Euro inklusive Ausrüstung belasten. Für Familien mit geringem Einkommen besteht die Möglichkeit, einen Zuschuss von max. 180 Euro zu beantragen. Viele ärmere Familien verzichten jedoch lieber darauf und damit auf den Schulskikurs, da sie ihre Kinder nicht zu Bittstellern degradieren wollen", zeigte Haider auf.

Zusätzlich zum finanziellen Aspekt komme zudem die fehlende Motivation der Schüler. "Hier wäre es die Pflicht der Lehrer, motivierend einzugreifen und Schüler sowie Eltern von der Wichtigkeit eines Schulskikurses zu überzeugen.

Viele Schulen, die einen hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund haben, bieten überhaupt keine derartige Kurse mehr an, da diese Kinder und auch deren Eltern überhaupt keine Beziehung zum Wintersport haben", ist nach Ansicht des FPÖ-Tourismussprechers im Sinne der Integration hier notwendig, entgegenzusteuern. "Leider sind islamische Familien auf Grund ihrer religiösen Überzeugung und Vorurteile zum Großteil nicht dazu zu bewegen, ihre Kinder am Kurs teilnehmen zu lassen.

Haider sprach sich abschließend dagegen aus, die Mitte der 80iger Jahre bestehende Skikurspflicht wieder aufleben zu lassen. "Vielmehr sollte man versuchen, durch positive Maßnahmen die Kinder zur Teilnahme zu motivieren.

Sollte dies nicht gelingen, dass wir der Entwicklung entgegensteuern, ist in Zukunft mit großen Einbrüchen im Skitourismus zu rechnen, da die zukünftigen Erwachsenen keine Beziehung mehr zum Wintersport haben." Dies stelle nicht nur ein wirtschaftliches Problem für die Tourismusbranche - Wirte, Hoteliers und Liftbetreiber - dar, sondern auch ein gesellschaftspolitisches, "immerhin ist der Wintersport und hier vor allem das Skifahren ein wesentlicher Teil unserer Identität."

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