Khol: Pensionskassen-Reform kommt!

J. Pröll hält mit Einsetzung der Pensionskassen-Reformkommission sein Wort!

Wien (OTS) - "Finanzminister Josef Pröll hat heute die umgehende Einsetzung der Pensionskassen-Reformkommission bekannt gegeben. Auch zwei Vertreter des Österreichischen Seniorenrates werden die Veränderungen bei der zweiten Säule des Pensionssystems aktiv mit gestalten. Damit hält Pröll, was er den Senioren kurz vor Weihnachten versprochen hat", erklärt Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, einleitend.

"Dies ist der dringend benötigte Startschuss zur Reform der Pensionskassen, die nicht zuletzt durch die Krise nötig geworden ist", so Khol, der die zwei wichtigsten Ziele dieser Arbeit absteckt:
"Auch den Pensionskassen-Berechtigten müssen wir angesichts der "Jahrhundert-Krise" dieselbe Sicherheit gegeben, wie den österreichischen Sparern. Darüber hinaus muss eine Generalüberholung der zweiten Pensions-Säule erfolgen, wobei die Fehler, die bei der Gründung begangen wurden, behoben werden sollen."

Die Forderungen des Seniorenrates in Kurzfassung:

  • Staatlicher Ausgleichsfonds: Alle nach dem 31. 12. 2007 eingetretenen Kapitalverluste sollen durch diesen Fonds ausgeglichen werden.
  • Pauschalbesteuerung: Auf Verlangen des Berechtigten soll der Gesamtbetrag einmalig pauschal besteuert werden. Die laufenden Zahlungen wären dann steuerfrei.
  • Aufgeschobene Besteuerung: Nicht nur Arbeitgeber, sondern auch Arbeitnehmer sollen steuerfrei in die Pensionskasse einzahlen können.
  • Wertsicherung: Zukünftig sollen Leistungsbezieher einer Pensionskasse einmalig von vornherein festlegen können, ob sie entweder mit allen Risken an der Entwicklung der Kapitalmärkte partizipieren, oder ein Modell der Wertsicherung entsprechend der jährlichen Pensionsanpassung gedeckt aus den Kapitalerträgen mit Ausfallshaftung des Staates wählen möchten.

"Ich freue mich über diese sozialpartnerschaftliche Zusammenarbeit zum Wohle der Senioren. Unser Ziel muss es sein, bis zum Sommer gemeinsame Maßnahmen umzusetzen, die die großen Verluste der vergangenen Monate abfedern und neue verhindern", so Khol abschließend.

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