Fehldarstellungen - Verdrehungen - Kalmierungen

Mag. Christian Böhm (Fachverband der Pensionskassen Österreichs) im heutigen Mittagsjournal

Wien (OTS) - Pekabe vermerkt den zaghaften Ansatz des
Fachverbandes, die Krise der Pensionskassen öffentlich anzusprechen, grundsätzlich positiv.

Zuletzt wird es also auch den Kassen selbst klar, dass etwas gemacht werden muss.
Leider aber ist es für solche Erkenntnisse bereits zu spät. Denn ein großer Teil der Pensionskassenpensionen Beziehenden hat bereits Kürzungen gegenüber den ursprünglichen Zusagen von bis zu rund 40 % erlitten. Weitere Kürzungen kommen in diesem Jahr noch dazu, wenn die endgültigen Jahresabschlüsse 2008 vorliegen. Viele Pensionen werden dann über die nun bekannt gegebenen Kapitalverluste von 13 % im Durchschnitt, d. h. im Einzelnen minus 8 % bis minus 18 %, noch die Kürzungen aus der Verfehlung der Rechnungszinsen von 3,5 % bis 6,5 % angelastet erhalten.

Es wird also heuer, in nur einem Jahr, zu weiteren, unaufholbaren Pensionskürzungen von teilweise deutlich über 20 % kommen. Und als Lösung schlägt nun der Fachverbandsvorsitzende Mag. Böhm eine Sicherheitsvariante vor, die auf jährlichen Erträgen aus der Veranlagung von 2,75 % aufbaut.

Das bedeutet für die Mehrzahl der Pensionskassenberechtigten eine sofortige Kürzung ihrer bereits jetzt auf 60 % geschrumpften Pensionen um noch einmal gut 30 % und nicht die 15 %, von denen Mag. Böhm fälschlich spricht. Der Pensionskassenpensionist müsste sich also mit 42 % seiner einst versprochenen Pension zufrieden geben und würde bis ans Ende seiner Tage auf jede Inflationsabgeltung verzichten. In 15 Jahren würde die Pensionskassenpension nur noch ein Viertel ihrer ursprünglichen Kaufkraft haben. Dies ist ein frivoler Vorschlag, der den Bankrott der Pensionskassenregelung, wie sie heute gegeben ist, nachdrücklich bestätigt!

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Günter Braun
Pressesprecher des PEKABE - Schutzverband der Pensionskassenberechtigten
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