Wiener Landtag (6)

Dringliche Anfrage an den Herrn Landeshauptmann zum Thema "Vandalismus durch aggressiv abgerichtete Hunde

Wien (OTS) - Labg. Mag. Johann Gudenus, M.A.I.S. (FPÖ) stellte fest, dass in vielen Teilen Wiens Spielgeräte und ganze Parks durch Hunde verwüstet wurden, die offensichtlich für illegale Hundekämpfe mit hohen Wettgewinnen scharf gemacht worden seien. Diese Problem dürfe nicht auf die Polizei abgewälzt werden. Auch forderte er eine Verschärfung des Tierhaltegesetzes.

LH Dr. Michael Häupl (SPÖ) verwies in seiner Beantwortung darauf, dass sowohl im Falle des Tierhaltegesetzes als auch im Falle des Tierschutzgesetzes die Bundespolizei für die Überwachung und Setzung entsprechender Maßnahmen zuständig sei. In speziellen sei zu beachten, dass das Verbot der Scharfmachung von Hunden im Tierschutzgesetz verankert sei. Er betonte, dass die Stadt Wien die entstandenen Schäden der Polizei melde, um eine effektive Überwachung möglich zu machen. Bisher habe es allerdings keine einzige Anzeige von Hundekämpfen gegeben. Abschließend meinte er, dass der Hundeführschein kein Mittel gegen gewaltbereite Tierhalter sei.

Dr. Herbert Madejski (FPÖ) blieb bei der FPÖ-Haltung, dass es vor allem um illegale Hundekämpfe und illegale Tiertransporte gehe. Er regte an, nach deutschem Vorbild das soziale und finanzielle Umfeld jedes Hundehalters zu überprüfen und einen "Wesenstest" für Hunde einzuführen. Auch sollten Zivilstreifen aus der Hundestaffeltruppe in den betreffenden Parks eingesetzt werden. Madejski wiederholte die FPÖ-Forderung nach einem verpflichtenden Hundeführschein.

LAbg. Claudia Smolik (Grüne) warf der FPÖ vor, es gehe ihr weniger um Tierschutz, als um die Viedeoüberwachung von Parks, die die Grünen ablehnen. Wenn Madejski wisse, wo und wann diese illegalen Kämpfe stattfänden, so solle er sie anzeigen. Auch Smolik forderte den verpflichteten Hundeführschein.

LAbg. Robert Parzer (ÖVP) kritisierte, dass die Polizei zu wenig unternehme und bezweifelte, dass man Besitzer von so genannten Kampfhunden zur Schulung im Sinne des Hundeführscheins zwingen könne. Wieder einmal forderte er daher die Einsetzung einer Stadtwache.

LAbg. KR Dr. Alois Mayer (SPÖ) zeigte sich verwundert, dass es bisher keine Anzeigen und Festnahmen im Falle angeblicher Hundekämpfe gegeben habe. Hundeverbisse auf Grund des natürlichen Spieltriebes hätten nichts mit Hundekämpfen zu tun.

StR. Johann Herzog (FPÖ) betonte, dass normale Polizeieinsätze hier sinnlos seien, es bedürfe einer Spezialtruppe. Er forderte einen verpflichteten und verschärften Hundefürhschein. (Forts.) roe/pla

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