Lefebvrianer distanzieren sich von Holocaust-Leugnung

Richard Williamson darf in Zukunft keine Stellungnahme zu politischen oder historischen Fragen abgeben

Bern, 27.1.09 (KAP) Die Leitung der "Pius-Bruderschaft" hat sich von der Leugnung der Shoah durch den lefebvrianischen Bischof Richard Williamson distanziert und sich beim Papst entschuldigt. Mit seinen Äußerungen habe Williamson sein kirchliches Mandat entschieden übertreten und seine Gemeinschaft diskreditiert, heißt es in einer Stellungnahme des Generalsuperiors, Bischof Bernard Fellay, vom Dienstagabend.

"Wir bitten den Papst und alle Menschen guten Willens um Vergebung für die dramatischen Auswirkungen dieses Vorgangs", heißt es in dem Schreiben Fellays: "Mit Traurigkeit müssen wir feststellen, dass die Äußerungen Williamsons direkt unsere Bruderschaft getroffen und ihre Mission diskreditiert haben". Die Behauptungen von Williamson in dem schwedischen TV-Interview spiegelten in keiner Weise die Position der Bruderschaft. Fellay erklärte, er habe Williamson bis auf Weiteres jede öffentliche Stellungnahme zu politischen oder historischen Fragen untersagt. (forts)
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