Viel Lärm um Nichts!

Kleine Händler und Steuerzahler zahlen die Zeche für Finanzkrise und verfehlte Unternehmenspolitik der Autohersteller

Wien (OTS) - "Was dem Österreicher unter dem Titel Verschrottungsprämie von ‚Strahlebundeskanzler‘, Vizekanzler und Wirtschaftskämmerern als Rezept gegen die Krise in der Auto- und Autozulieferindustrie und im Autohandel verkauft wird, ist schlicht und einfach Augenauswischerei" so KommR Hermann Fichtinger, Mitglied im Gremium des KFZ-Handels und LO-Stv. des RFW-NÖ. "Anstatt sich eine nachhaltige Lösung des Problems im Wege der Herabsetzung von KFZ-Steuer und NOVA zu überlegen, betreibt die rot-schwarze Regierung wieder einmal Effekthascherei auf dem Rücken aller Unternehmer."

Während sich die Bundesrepublik Deutschland sehr wohl auch auf diesem Gebiet neue Steuertarife - besonders im Hinblick auf Verbrauch und CO²-Ausstoß - einfallen ließ, zahlen unsere Kunden noch immer NOVA und KFZ-Steuer wie gehabt.

Dass der KFZ-Handel schon längere Zeit gravierende Probleme hat, ist ein offenes Geheimnis, war aber für unsere Bundesregierung nie Anlass zu handeln. Jetzt, da eine "Streichelregierung" dringend Erfolge vorweisen muss und auch die Industrie, die die Autohändler schon jahrelang knebelt, ins Trudeln geraten ist, muss der Handel wieder herhalten. "Wenn ich mich mit meiner Händlerspanne an der Verschrottungsprämie finanziell beteiligen muss, bleibt mir beim Verkauf überhaupt nichts mehr übrig" stellt ein KFZ-Händler aus dem Weinviertel fest, "ganz zu schweigen von dem bürokratischen Aufwand, der dadurch verursacht wird."

Der erhoffte Effekt ist zu bezweifeln. Möglichweise beschränkt er sich auf jene Käufer, die ohnehin einen Neuwagenkauf planen und diesen nun vorziehen, um in den Genuss der Verschrottungsprämie zu kommen, diese Verkäufe werden aber dann im folgenden Jahr wieder fehlen, Jubelmeldungen für das Verkaufsjahr 2009 werden daher sehr mit Vorsicht zu genießen sein.
"Da die Verschrottungsprämie überdies nur für Privatpersonen gilt, wäre es nur gerecht, endlich einmal einer jahrelangen RFW-Forderung Rechnung zu tragen und endlich den Vorsteuerabzug für alle betrieblich genutzten Kraftfahrzeuge umzusetzen" schließt Fichtinger.

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