Gehen 8.500 österreichische Unternehmen in Rauch auf?

Ein Sechstel der österreichischen Gastronomen existenzgefährdet

Wien (OTS) - Laut Fachverbandsobmann Hinterleitner sind 2 Drittel der 50.900 österreichischen Gastronomiebetriebe Mehrraumbetriebe, die mit dem am 1.1.2009 in Kraft getretenen Tabakgesetz keine Probleme haben - sieht man von der berühmten "Hauptraumregelung" ab, wo kein Mensch weiß, wie sie im Zweifelsfall gehandhabt wird.

Die Hälfte des 3. Drittels, das sind ca. 17.000 Betriebe, sind Lokale unter 50 m2, die auch kein Problem mit der neuen Regelung haben. Verbleiben noch ca. 8.500 Betriebe, die zum Umbau genötigt werden und somit gigantische Kosten zu tragen haben, wollen sie nicht drastische Umsatzeinbußen in Kauf nehmen und damit ihre Existenz gefährden.

"Das heißt, 8.500 Kleinunternehmer zerbrechen sich nun den Kopf, wie und vor allen Dingen mit welchem Kapital sie die geforderten Umbauten bewerkstelligen sollen, wo doch die Spatzen von den Dächern pfeifen, dass gerade die Gastronomie eine Branche ist, die von den Banken bei Kreditvergaben besonders restriktiv behandelt wird" so RFW-Organisationsreferentin Elisabeth Ortner. "8.500 Familien, die sich Sorgen um ihre Zukunft machen. Wenn in einem anderen Wirtschaftszweig 8.500 Arbeitsplätze derart gefährdet wären, wäre in den österreichischen Medien die Hölle los und es würden sich die ‚politischen Jobsicherer‘ mit Sanierungsmöglichkeiten und Absicherungsmodellen vor den Fernsehkameras nur so drängen, wie man angesichts der Situation in der Auto- und Autozulieferindustrie tagtäglich verfolgen kann".

Die Politiker, die ohnehin meist nicht wissen, wie schwer das "normale Volk" sein Geld verdient, brauchen - um ihre Profilierungssucht befriedigen zu können - Themen, um sich in Szene setzen zu können, also wird kräftig geschürt und die Extremisten auf den Plan gerufen. Die Wirte sind dafür würdige Opfer und werden von den Medien nun schon monatelang als Schlagzeilenlieferant missbraucht.

Den betroffenen 8.500 Betrieben wird es auch keineswegs helfen, wenn die schwarzen und roten Repräsentanten der Wirtschaftskammer jetzt die verwirrenden Regelungen als Erfolg verkaufen wollen. Der Gipfel des Fiaskos ist, dass die rot-schwarze Regierungskoalition weiß, dass Brüssel an einem EU-weiten "Rauchverbot" arbeitet, das 2010 durchgesetzt werden soll. Es kommt einer Verhöhnung gleich, wenn 8.500 Betriebe existenzgefährdende Umbauten durchführen müssen, die in ein paar Jahren "für die Würscht" sind.

Wir alle wissen, dass Rauchen ungesund ist; es muss jedoch die Entscheidung des Gastwirtes sein, ob in seinem Lokal geraucht werden darf oder nicht, genau so wie es jedem Gast frei steht, ein Raucher-oder Nichtraucherlokal zu besuchen. Es kann nicht im Sinne des Erfinders eines gemeinsamen Europas sein, dass seine Bürger von den Bürokraten entmündigt werden!

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