AK startet Steuerrückhol-Aktion für Kärntner Arbeitnehmer

Goach fordert automatische Arbeitnehmerveranlagung

Klagenfurt (OTS) - "Holen Sie Ihr Geld zurück!": Unter diesem
Motto unterstützt die Arbeiterkammer Kärnten auch heuer beim Lohnsteuerausgleich. Ab heute informieren die Steuerprofis der AK in ganz Kärnten, wie Arbeitnehmer Geld vom Finanzamt zurück bekommen.

Im Vorjahr haben die Kärntner Lohnsteuerzahler mit Hilfe der Arbeiterkammer rund zwei Millionen Euro vom Finanzamt zurückgeholt. Geld, das Arbeitnehmer sonst an den Finanzminister verschenkt hätten. AK-Präsident Günther Goach zieht eine erfolgreiche Bilanz: "Im Vorjahr nutzten 7.800 Arbeitnehmer unser Steuerservice, wobei im Schnitt 250 Euro zurückflossen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauchen Menschen ohnehin jeden Cent." Der Millionen-Erfolg der des Vorjahres zeigt, wie notwendig die Steuerrückhol-Aktion der Arbeiterkammer ist. Denn leider schenken noch immer viel zu viele ihr Geld dem Finanzminister, weil sie keine Arbeitnehmerveranlagung machen. "30 Millionen Euro werden allein in Kärnten nach wie vor jedes Jahr dem Fiskus überlassen", betonte AK-Steuerexperte Dr. Bernhard Sapetschnig.

In allen Kärntner Bezirksstädten informieren die Steuerprofis der Arbeiterkammer in den nächsten zwei Wochen bei Informationsabenden über Steuervorteile für Arbeitnehmer und wie man auf jeden Fall Geld vom Finanzamt zurückbekommt.

Für alle, die individuelle Fragen zu ihrer Arbeitnehmerveranlagung haben oder Hilfe beim Ausfüllen des Lohnsteuerformulars brauchen, hat die AK Kärnten eine Steuer-Hotline eingerichtet. Unter der Nummer 050 477-3000 erhalten Anrufer die gewünschten Informationen oder können eine persönliche Beratung vereinbaren.

"Die geplante Steuersenkung der Bundesregierung ist eine erste, wichtige Entlastung für Arbeitnehmer, aber sicher noch nicht ausreichend", sagte AK-Präsident Goach und fordert rasch weitere Reformschritte. "Was jetzt auf dem Tisch liegt, ist eindeutig zu wenig", betonte Goach. "Das ist keine Steuerreform, sondern lediglich eine Tarifanpassung."

Die Arbeiterkammer verlangt außerdem vom Finanzminister eine automatische Arbeitnehmerveranlagung. "Die Finanzämter sollen bei der Arbeitnehmerveranlagung von sich aus aktiv werden und jeden Arbeitnehmer jährlich über sein Steuerguthaben verständigen", forderte Goach. Bereits 2007 habe der Finanzminister alle Österreicher, die keinen Steuerausgleich durchgeführt haben, per Brief über ihre Steuergutschrift informiert. Damit habe man gezeigt, dass der automatische Steuerausgleich machbar sei.

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