Wirtschaftsbund: "Kraft-Paket" für heimische Unternehmen

Leitl und Haubner: " Mut machen, nicht Angst schüren"

Wien (OTS) - Präsident Dr. Christoph Leitl und der neue Generalsekretär Abg. z. NR Peter Haubner haben sich heute für ein "Kraft-Paket" zur Sicherung der heimischen KMU-Struktur ausgesprochen. Neben einer Senkung der Lohnnebenkosten und der Priorisierung regionaler KMUs bei öffentlichen Aufträgen tritt der Wirtschaftsbund für eine spürbare Verwaltungsvereinfachung für Unternehmer ein.

Wie eine aktuelle Umfrage des Wirtschaftsbundes zeigt, befürchten 64% der Unternehmer, dass sich die wirtschaftliche Lage in Österreich in den nächsten 12 Monaten verschlechtern wird. "Wir leben auf keiner Insel der Seligen, das erkennen auch die Unternehmer. Aber Österreich und seine Wirtschaft sind gut aufgestellt, die gefestigte KMU-Struktur bildet ein starkes Rückgrat", erklärt Präsident Christoph Leitl. Das Selbstvertrauen der klein- und mittelständischen Unternehmer spiegelt sich auch im Umfrageergebnis wider: 53% erwarten keine negative Veränderung der wirtschaftlichen Situation des eigenen Betriebs. 26% der Befragten glauben sogar an eine Verbesserung. "Die Politik ist gefordert, mit gezielten Maßnahmen diesen Optimismus zu bewahren und zu stärken. Wir müssen unseren Unternehmern in dieser Situation Mut machen und sie nicht durch 'befürchtete Horrorzahlen’ verunsichern", so Leitl.

"Klassische Probleme" dominieren, schwierige Kreditvergabe

"Denn bei allem Optimismus haben die Unternehmen heute mit Problemen zu kämpfen", erläutert der neue Generalsekretär Peter Haubner. Laut Umfrage dominieren auf Betriebsebene derzeit noch die "klassischen Probleme": die Belastung mit Steuern und Abgaben (für 79% ein sehr großes oder eher großes Problem), die Höhe der Lohnnebenkosten (73%), und zu viele Regelungen und Vorschriften (69%). An unmittelbaren Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise ist die Kreditvergabe am spürbarsten (46%).

KMU erwarten effiziente und nachhaltige Maßnahmen

Die Unternehmen kennen ihre Probleme und haben auch ganz konkrete Erwartungen an die Politik. Befragt nach den dringlichsten Aufgaben der Bundesregierung steht an erster Stelle die Förderung von KMUs (für 73% sehr wichtig und vordringlich), dann die Ankurbelung der Wirtschaft sowie die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen (je 70%). Die politische Themenlandschaft hat sich seit dem Vorjahr stark geändert. Heute geht es um Wirtschaft, Arbeitsplätze und intelligente Investitionen. EU-Bashing und überdurchschnittliche Pensionserhöhungen (15%) sind kaum ein Thema.

"Unternehmer sind an das Gefühl des Risikos gewohnt, sie sind besser vorbereitet, aber wir müssen uns gemeinsam wappnen für das was kommt, und auch für die Zeit danach. Die heimische Wirtschaft braucht ein "Kraft-Paket" zur Stärkung der Klein- und Mittelbetriebe, um ihnen den Weg durch die schwierigen Zeiten zu erleichtern", so Peter Haubner.

Das Kraftpaket umfasst:

  • Senkung der Lohnnebenkosten Gänzliche Lohnnebenkostenbefreiung bei der Aufnahme des ersten Mitarbeiters für ein Jahr unabhängig vom Zeitpunkt der Aufnahme, sowie Lohnnebenkostensenkung im Niedriglohnbereich.
  • Öffentliche Hand als Partner der Klein- und Mittelbetriebe Priorisierung von regionalen KMUs bei öffentlichen Ausschreibungen (im EU-konformen Rahmen), Verbesserung der Zahlungsmoral bei öffentlichen Auftraggebern und verbesserten Vergaberechtsschutz für KMU.
  • Verwaltungsvereinfachung inklusive Gebührenreform Abschaffung "überholter" Abgaben wie Kreditvertragsgebühren oder Werbeabgabe, Erweiterung des One-Stop-Shop-Prinzips und Abbau von Informationsverpflichtungen für Unternehmen

Wirtschaftsbund ist verlässlicher Partner der Unternehmen
"Der Wirtschaftsbund hat in der Vergangenheit viel erreicht, Stichwort soziale Sicherheit und steuerliche Entlastung für Unternehmen. Das Regierungsprogramm trägt unsere Handschrift. Der Wirtschaftsbund wird darauf schauen, dass es nicht nur bei Beschlüssen bleibt, sondern dass geplante Maßnahmen für die Wirtschaft auch umgesetzt werden. Papier ist geduldig, aber Unternehmen, denen der Wind ins Gesicht bläst, können nicht warten. Mit dem Kraft-Paket gehen wir den nächsten Schritt: sichern Arbeitsplätze, fördern die Klein- und Mittelbetriebe und kurbeln die Wirtschaft an", so Peter Haubner abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Wirtschaftsbund
Mozartgasse 4, A-1041 Wien
Telefon: +43-1-505 47 96-0
Fax: +43-1-505 47 96-40
eMail: presse@wirtschaftsbund.at
Fotomaterial www.wirtschaftsbund.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NWB0001