Stöger: "Tabakgesetz ist ein Kompromiss, der in Österreich lebbar ist"

Schutz der Nichtraucher muss gewährleistet sein

Wien (SK) - "Rauchen ist eine Gewohnheit, eine Sucht, und es geht darum die Gesundheitsbelastung, die durch Rauchen entsteht, zu reduzieren", erklärte Gesundheitsminister Alois Stöger am Dienstag Abend bei dem Kurier-Stadtgespräch "RAUCHER-LOS". Unter der Leitung von Kurier-Chefredakteur Christoph Kotanko diskutierten Gabriele Halslauer, Leiterin des rauchfreien Cafés Griensteidl, der Gastronom Stefan Gergely, der ehemalige Vorsitzende des Vorstandes von Austria Tabak, Beppo Mauhart, und der Präsident der Ärztekammer für Wien, Walter Dorner. Menschen sollten in der Gastronomie selbst entscheiden, wo sie sich niederlassen wollen. Der gesundheitliche Schutz der Angestellten sei aber zu bedenken. Das österreichische Tabakgesetz sei ein guter Kompromiss, der Gastronomen auch ein gewisses Maß an freiem Entscheidungsrecht zugestehe, so Stöger.****

Insbesondere am Arbeitsplatz und im öffentlichen Raum solle der Schutz der Nichtraucher und Nichtraucherinnen gewahrt werden, da dieser nicht durch die Eigenverantwortung der Einzelperson gewährleistet werden könne. "Die Gesellschaft hat Verantwortung für jene Menschen, die für ihre Rechte nicht selbst einstehen können." Der Schutz der Nichtraucher sei eine gesellschaftliche Aufgabe, die der Staat für sich in Anspruch nehmen soll, führte Stöger aus.

Natürlich werden gesellschaftliche Fragen nicht nur durch Verbote und Strafen geregelt, sondern die Kommunikation nehme eine wichtige Rolle ein, betonte der Gesundheitsminister. Handlungsbedarf sieht Stöger überdies im Bereich der Aufklärung, betonte jedoch, dass der Trend bezüglich Nichtrauchen in die richtige Richtung gehe und dass das neue Tabakgesetz diesen noch unterstützen werde. Besonders wichtig sei, darüber zu informieren, wie man Hilfe bekommen könne, beispielsweise von Seiten der Sozialversicherungsträger, um sich das Rauchen abzugewöhnen.

Stöger erklärte in Beantwortung einer Frage, dass "man ernsthaft mit der Problematik hinsichtlich der Berufsgruppen umgehen müsse, die vom Rauchen leben." Klare Zielsetzung sei es für ihn als Gesundheitsminister, die Räume, in denen geraucht werde, zu minimieren, erklärte Stöger abschließend. (Schluss) ue

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