Wirtschaftskammer Niederösterreich präsentiert GründerInnenbilanz 2008:

Gründer trotz(en) Krise!

St. Pölten (OTS) - Die niederösterreichischen Gründerinnen und Gründer lassen sich von der aktuellen wirtschaftlichen Situation nicht beeindrucken. Im Jahr 2008 haben 5959 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher den Schritt in die Selbstständigkeit gesetzt. Damit wurden im Vorjahr um nur 78 Firmen weniger gegründet als 2007. Auch im Jänner bleiben die Gründungen auf hohem Niveau. Für die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Sonja Zwazl, eine "Mutspritze gegen die negativen Wirtschaftsprognosen. Unsere Jungunternehmerinnen und Unternehmer sagen "Stopp’ zum allgemeinen Krisengerede und "Ja’ zu einer positiven Zukunft!"

Derzeit zählt die Wirtschaftskammer Niederösterreich 73.473 Firmen zu ihren aktiven Mitgliedern. Mit Jahresanfang 2008 waren es 68.136 Unternehmen gewesen. Das bedeutet einen Nettozuwachs von 5337 Firmen. Einen Boom gab es naturgemäß bei den PersonenbetreuerInnen: 3504 Pflegekräfte sind aktive Mitglieder in der Wirtschaftkammer Niederösterreich.

Insgesamt wurden in Österreich im Vorjahr 30.087 neue Firmen gegründet. Österreichweit steht somit jedes fünfte Start-Up auf niederösterreichischem Boden. Der blau-gelbe Frauenanteil bei den Gründungen 2008 beträgt 42 Prozent. Damit ist Niederösterreich 1,5 Prozentpunkte über dem Österreichschnitt. Zehn Jahre zuvor war der Frauenanteil in Niederösterreich noch bei 30,1 % gelegen.

Staatliche Familiengarantie gefordert

Thema Eigenkapital: Wenn man Geld aufs Sparbuch legt, haftet der Staat im Falle des Falles. Was aber, wenn etwa die Oma in das junge Unternehmen ihrer Enkelin Geld investieren will? In diesem Fall gibt es keinerlei Haftungen. Für den Vorsitzenden der Jungen Wirtschaft Niederösterreich, Mag. Thomas Hagmann, ist die Eigenkapitalstärkung ein klares Anliegen: "Je widerstandsfähiger wir unsere KMU machen, desto krisenfester ist unsere gesamte Wirtschaft!" Deshalb fordert die Junge Wirtschaft Niederösterreich eine "Staatliche Familiengarantie". Diese soll Beteiligungen an Unternehmen innerhalb der Familie bis zu einem Ausmaß von 50.000 Euro absichern. Unterstützung für diese Forderung kommt von WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl: "Dann würde das Geld nicht auf Konten und Sparbüchern herumliegen, sondern die Wirtschaft beleben und damit neue Arbeitsplätze schaffen!"

Viel erreicht

Bisher wurde auf Initiative der Wirtschaftskammer schon viel für die Anliegen der Unternehmerinnen und Unternehmer erreicht: Z. B. wurde bei der Bundesregierung analog zum steuerbegünstigten 13. und 14. Monatsgehalt bei Unselbstständigen ein begünstigtes Jahressechstel durchgesetzt, das die Unternehmerinnen und Unternehmer steuerlich entlasten wird. Außerdem gewähren die Wirtschaftskammer NÖ und das Land NÖ allen JungunternehmerInnen bis zu einer Kredithöhe von 15.000 Euro einen Zinsenzuschuss in der Höhe von drei Prozent. Dieses Angebot war bisher auf 18 Monate beschränkt, nunmehr wurde die Aktion auf drei Jahre erweitert!

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