Frauenberger fordert Gesetz zur Offenlegung der Gehälter

Notwendige Maßnahme am Weg zu mehr Einkommensgerechtigkeit

Wien (OTS) - "90 Jahre Frauenwahlrecht" sind nicht nur freudiger Grund, auf die Erfolge der Frauenrechtsbewegung zurück zu blicken, sondern auch ein Anlass, das Augenmerk auf die heutigen frauenpolitischen Herausforderungen zu richten", erklärte Frauenstadträtin Sandra Frauenberger am Mittwoch in der Fragestunde des Wiener Landtags. Als ein besonders dringliches Anliegen bezeichnete Frauenberger das Schließen der Einkommensschere. ****

Der jüngste Einkommensbericht des Rechnungshofes lasse die Alarmglocken läuten. Gleichzeitig zeige sich aber auch, dass sich eine aktive Frauen- und Arbeitsmarktpolitik auf Landesebene bezahlt mache. Wien schneide bei allen wichtigen Eckdaten besser ab als Gesamtösterreich. Ein wichtiger Schritt in Richtung Einkommensgerechtigkeit wäre, für mehr Transparenz bei der Entlohnung zu sorgen. "Wir brauchen ein Gesetz zur Offenlegung der Gehälter in Unternehmen", so die Frauenstadträtin.

Laut Rechnungshof ist die Einkommensschere im bundesweiten Vergleich in Wien am geringsten: In Wien verdienen unselbstständig erwerbstätige Frauen im Schnitt um 22,5 Prozent weniger als unselbstständig erwerbstätige Männer, bundesweit beträgt die Differenz 41 Prozent. Wien zeige auf, dass es dank eines gezielten Maßnahmenbündels möglich ist, viel in Richtung Einkommensgerechtigkeit zu bewirken. "Ein höheres Qualifikationsniveau von Frauen, gute ganztägige Kinderbetreuungseinrichtungen, mehr Frauen in Vollzeitbeschäftigung und ein höherer Männeranteil in Karenz sind wesentliche Faktoren für die vergleichsweise niedrige Einkommensschere in Wien", so die Wiener Frauenstadträtin. Während in Wien 36,6 Prozent der Frauen Teilzeit arbeiten, sind es bundesweit 42,5 Prozent. Hingegen ist der Anteil von Männern in Teilzeit in Wien mit 11,7 Prozent höher als in Gesamtösterreich, wo nur 7,9 Prozent der Männer Teilzeit arbeiten.

Auf Grund seiner aktiven Arbeitsmarktpolitik und zahlreichen Spezialprogrammen für Frauen und Wiedereinsteigerinnen habe Wien mit 76 Prozent auch eine deutlich über dem Bundesschnitt (63 Prozent) liegende Frauenerwerbsquote. "Denn waff gibt's eben leider nur in Wien", so Frauenberger.

"Wien machts besser, aber wir werden auch in der Bundeshauptstadt nicht locker lassen und weiter kämpfen, um die historische Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit zu erfüllen", so das Versprechen der Frauenstadträtin. (Schluss) lac

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