IT in Österreichs Unternehmen im Aufwind

Wien (OTS) - Mehr hochqualifizierte MitarbeiterInnen in der IT, gestiegene Budgets und stärkere strategische Ausrichtung - eine aktuelle Studie der FH Technikum Wien zeigt, dass die Bedeutung von IT in österreichischen Unternehmen zunimmt.

Studierende des Masterstudienganges Wirtschaftsinformatik an der FH Technikum Wien haben im Studienjahr 2007/08 eine Umfrage über die Bedeutung, den Einsatz und die Planung von IT im Unternehmen durchgeführt. Befragt wurden produzierende Unternehmen, Dienstleistungsunternehmen, Bauunternehmen und Handelsunternehmen Ostösterreichs, die keinen expliziten IT-Bezug aufwiesen (ausgenommen waren dementsprechend IT-Dienstleister, Banken, Versicherungen und Telekommunikationsunternehmen). Die Ergebnisse der Umfrage liegen nunmehr vor und sie zeigen klar einen Trend zu mehr Professionalisierung in der IT.

Mehr IT-MitarbeiterInnen mit FH-Abschluss

Auch wenn derzeit in den IT-Abteilungen österreichischer Unternehmen noch mehrheitlich MitarbeiterInnen mit Matura (meist Abschluss einer Höheren Technischen Lehranstalt) beschäftigt sind, so belegt die aktuelle Umfrage eindeutig einen Trend zu mehr MitarbeiterInnen mit Hochschulabschluss. FH-AbsolventInnen haben mittlerweile einen Anteil von rund 15 % in den IT-Abteilungen der befragten Unternehmen - Tendenz steigend. Das gilt übrigens auch für UniabsolventInnen. Insbesondere in Gewerbe/Industrie und anderen Branchen wie zB Gesundheitswesen ist der Trend zu MitarbeiterInnen mit Hochschulabschluss verstärkt zu beobachten.

Auch eine leichte Steigerung des Anteils von Frauen in IT-Führungspositionen konnte im Rahmen der Umfrage verzeichnet werden - allerdings wird die IT nach wie vor immer noch stark von Männern dominiert.

Steigende IT-Budgets & stärkere strategische Ausrichtung der IT

Die Umfrage hat ergeben, dass in der Mehrzahl der Unternehmen die IT-Budgets im vergangenen Jahr angestiegen sind und dass von weiteren Steigerungen auszugehen ist, auch wenn es punktuell Pläne zur Verringerung des Ausgabenwachstums im Bereich IT gibt. Steigende IT-Budgets gibt es vor allem in jenen Unternehmen, die eine klare IT-Strategie, abgeleitet aus der Unternehmensstrategie, definiert haben. Eine verstärkte strategische Ausrichtung des Bereiches IT ist insbesondere in den Branchen Gewerbe/Industrie und Handel zu beobachten, wobei die IT-Strategie in der überwiegenden Zahl der Fälle aus der Unternehmensstrategie abgeleitet wird. Verglichen mit einer Umfrage des Instituts für Wirtschaftsinformatik der WU Wien aus dem Jahr 2005, die sich ebenfalls mit der Frage nach einer definierten IT-Strategie in Unternehmen befasste, zeigt sich, dass der Anteil der Unternehmen mit definierter IT-Strategie in den vergangen 3 Jahren von 40 % auf 48 % gestiegen ist. Und der Anteil der Unternehmen, die ihre IT-Strategie aus der Unternehmesstrategie ableiten, ist verglichen mit der Studie aus 2005 von 73 % auf 75 % angewachsen.

Struktur der Erhebung

Insgesamt wurden 480 Unternehmen der Branchen Bauwesen, Dienstleistungen, Gewerbe/Industrie, Handel und anderer Branchen kontaktiert. 183 Unternehmen haben an der Online-Befragung teilgenommen, 152 Fragebögen konnten in die Auswertung aufgenommen werden (9 % Bauwesen, 35 % Dienstleistungsunternehmen, 25 % Gewerbe/Industrie, 23 % Handel, 9 % andere Branchen). Das entspricht einer Rücklaufquote von 32 %. Die Befragung in folgende Bereiche gegliedert:

  • IT-Strategie
  • Hard- und Software im Einsatz
  • Security und Bedrohungspotenziale
  • IT-Budget und Entwicklung des Budgets
  • Ausbildung der IT-MitarbeiterInnen

Zusätzlich zur Online-Befragung wurden ausgewählte Tiefeninterviews durchgeführt. Der Fragebogen wurde von Studierenden des Masterstudienganges Wirtschaftsinformatik erstellt, die Tiefeninterviews führten ebenfalls Studierende des Studienganges.

Die Umfrage wurde im Rahmen der Lehrveranstaltung "IT-Markt", die im 3. Semester des Masterstudiums Wirtschaftsinformatik stattfindet, durchgeführt. Die Lehrveranstaltung gibt nicht nur einen Überblick über den IT-Markt, sie vermittelt auch die Kompetenz zur Durchführung von Marktforschung. Autoren der aktuellen Studie sind die Lehrveranstaltungsleiter Dr. Stefan Humpel (3s Unternehmensberatung) und Mag. Christoph Weiss (i2s-Consulting Büro Österreich) sowie FH-Prof. DI Helmut Gollner, Studiengangsleiter Wirtschaftsinformatik an der FH Technikum Wien.

Fachhochschule Technikum Wien

Mit derzeit über 2.000 AbsolventInnen und mehr als 2.500 Studierenden sowie 11 Bachelor- und 16 Masterstudiengängen ist die FH Technikum Wien der größte Fachhochschul-Anbieter für technische Studien in Österreich. Das wissenschaftlich fundierte und gleichzeitig praxisnahe Studienangebot ist vielfältig und individuell kombinierbar. Die Studiengänge werden in Vollzeit- und/oder berufsbegleitender Form angeboten. Neben einer qualitativ hochwertigen technischen Ausbildung wird an der FH Technikum Wien auch großer Wert auf Sprachausbildung sowie wirtschaftliche und persönlichkeitsbildende Fächer gelegt. Sehr gute Kontakte zu Wirtschaft und Industrie eröffnen den Studierenden bzw. AbsolventInnen beste Karrierechancen. Die FH Technikum Wien wurde 1994 gegründet und erhielt im Jahr 2000 als erste Wiener FH Fachhochschulstatus. Sie ist ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI).
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