Neues Volksblatt: "Schlechte Saat" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 28. Jänner 2009

Linz (OTS) - Selbst die Grünen, denen es sonst bekanntlich gar nicht mulitkulti genug zugehen kann und die auf alles empört reagieren, was zuwenig ausländerfreundlich klingt, wollen hart durchgreifen. "Besorgniserregend" seien die Studienergebnisse über die Einstellungen islamischer Religionslehrer, hieß es da, und auch von einem "Missbrauch des Entgegenkommens Österreichs" war die Rede. Das ist gut so, denn damit ist geklärt, dass über das Problem diskutiert werden darf, ohne gleich der Fremdenfeindlichkeit geziehen zu werden.
Klar ist: Auch wenn die Studie jetzt neue problematische Aussagen an den Tag bringt, ist das Problem des islamischen Religionsunterrichtes in Österreich an sich nicht neu. So wird seit Jahren an einem neuen Lehrplan herumgedoktort, ohne dass man zu entsprechenden Ergebnissen gekommen wäre. Dass man diesem Bereich offenbar mehr Augenmerk schenken muss, scheint jetzt auch das Unterrichtsministerium -wiewohl mit der Lehrplanfrage ohnehin befasst - erkannt zu haben. Antidemokratische Parolen unter dem Deckmantel des Religionsunterrichtes haben jedenfalls an den Schulen nichts verloren. Wenn die Saat, die hier gestreut wird, zu wuchern beginnt, wurde Österreichs Entgegenkommen tatsächlich missbraucht.

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