- 27.01.2009, 15:13:44
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Spadiut: Vom Krankheit-Behandler zum Gesundheit-Erhalter
Wien (OTS) - Österreich verfüge grundsätzlich über ein
hervorragendes Gesundheitssystem. Um dieses aber erhalten zu können,
seien tiefgreifende Reformen notwendig, sagte BZÖ-Gesundheitssprecher
Wolfgang Spadiut in seinem Referat bei der BZÖ-Klubklausur in
Salzburg. Den defizitären Krankenkassen mit mehr Geld unter die Arme
zu greifen, wie es Gesundheitsminister Stöger fordert, sei viel zu
wenig und der falsche Weg. "Eine gründliche Reform - eine
Strukturreform - des Gesundheitswesens ist notwendig", so Spadiut.
Die Regierung hat dazu kein Konzept vorgelegt. "Reformpläne sind
keine erkennbar. ,Etwa, wie die bestehenden Engpässe der
Krankenkassen beseitigt werden sollen und der programmierte Crash des
Gesundheitssystems zu umgehen ist", so Spadiut. Daher wachse in der
Bevölkerung die Angst, eines Tages ohne Versorgung dazustehen. So
befürchte mehr als die Hälfte der Bevölkerung, dass sie künftig aus
Kostengründen nicht mehr die bestmögliche medizinische Behandlung
beanspruchen könne, erklärte Spadiut.
"Es liegt nun an uns, mit Ideen und Forderungen, die tiefgreifende
Änderungen beinhalten, den richtigen Weg aufzuzeigen", so Spadiut.
Die Strukturen, Verantwortlichkeiten und Finanzierungsströme führen
derzeit dazu, dass die zur Verfügung stehenden Mittel im
Gesundheitswesen nicht optimal eingesetzt würden.
Um eine Kassenreform effizient durchzuführen, sind laut Spadiut
mehrere gezielte Maßnahmen notwendig: Zusammenlegung der über 22
Sozialversicherungsträger, Installierung nur einer Krankenkasse pro
Bundesland, zentralen Verrechnungsstelle für alle Krankenkassen.
Weiters fordert das BZÖ den Abbau der Bürokratie und Senkung der
Verwaltungskosten. "Eine Entschuldung der Krankenkassen durch
Finanzspritzen macht ohne diese Reformen wenig Sinn", so Spadiut.
Ärzte und Ärztinnen sollten vom Krankheits-Behandler zum
Gesundheits-Erhalter werden."
Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
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