Kärnten fordert: Bund und ÖBB müssen Umsetzung des Koralmbahnprojektes garantieren

Einstimmige Resolutionen der Kärntner Landesregierung - Koralmbahnprojekt soll prioritäres EU-Infrastrukturprojekt werden

Klagenfurt (LPD) - Wie Landeshauptmann Gerhard Dörfler heute, Dienstag, mitteilte, wurde vom Kollegium der Kärntner Landesregierung eine Resolution zur vereinbarten Umsetzung des Koralmbahnprojektes einstimmig verabschiedet. Es gebe verschiedene Stellen bzw. Personen im ÖBB-Bereich, die das Koralmbahnprojekt verzögern wollten, sagte Dörfler. Er verwies auf ein Gespräch mit Bundeskanzler Werner Faymann vor wenigen Tagen, dabei sei ihm die vertragskonforme Umsetzung des Projekts zugesichert worden, worauf er vertraue.

Mit der zivilrechtlichen Vereinbarung vom 15. Dezember 2004 wurde die Realisierung und Finanzierung der Koralmbahn einschließlich des Tunnels und der Beginn des Hauptstollens des Koralmtunnels vereinbart sowie die verkehrswirksame Durchbindung der Koralmbahn bis zum Jahre 2016 seitens der Österreichischen Bundesbahnen zugesichert. Diese Vereinbarung wurde zwischen dem Bund, den ÖBB, der ÖBB Infrastruktur Bau AG, dem Land Steiermark und dem Land Kärnten geschlossen.

Wie Dörfler sagte, sei die internationale Bedeutung der Koralmbahn auch daraus erkennbar, dass sie ein Bestandteil der auch von den Nachbarländern Friaul-Julisch Venetien, Veneto und der Steiermark unterstützten Baltisch-Adriatischen Achse ist, die die Ostsee mit der Adria verbindet.

Das Land Kärnten wiederholt in der Resolution die Aufforderung an die Bundesregierung sowie an die ÖBB mit ihren Konzerngesellschaften die Sicherstellung der ausreichenden Finanzierung des Koralmbahnprojektes im Rahmenplan sowie die Umsetzung im vereinbarten Zeitrahmen durch die ÖBB weiterhin zu garantieren.

Weiters heißt es in der Resolution: Die Adriatic-Baltic-Achse mit der Koralmbahn ist gegenüber der Europäischen Kommission als vorrangiges innerösterreichisches Projekt unverzüglich zu melden und im Zuge der Revision der TEN-Leitlinien die Verankerung der Adriatic-Baltic-Achse als prioritäres europäisches Infrastrukturprojekt zu vertreten.
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