Brunner: Nabucco-Pipeline darf nicht Österreichs Antwort auf die Energiekrisen sein

Bundesregierung stimmt den ´Gefangenenchor´ an

Wien (OTS) - Ablehnend äußert sich die Energiesprecherin der Grünen, Christiane Brunner, zu den Plänen der Bundesregierung über den Bau der ´Nabucco´-Pipeline anlässlich der Nabucco-Konferenz in Budapest: "Damit wird die gigantische Fehlinvestition in die Energie-Abhängigkeit fortgesetzt". Mit der langfristigen Investition in dieses Projekt werden andere Optionen ´verbaut´: Sei die Pipeline erst einmal gebaut, werde suggeriert, dass man weiter wirtschaften könne wie bisher. Die Investitionen in das Pipelineprojekt fehlten auf der anderen Seite für Effizienzmaßnahmen und erneuerbare Energien, so die Energiesprecherin der Grünen weiter. Außerdem sei es eine Chimäre, mit Nabucco die Abhängigkeiten zu reduzieren. "Die Abhängigkeiten verschieben sich nur hin zu anderen Ländern".

Bezeichnend sei auch die Zurückhaltung der Europäischen Investitionsbank bei der Mitfinanzierung des Projekts, weil - nach jahrelanger Planung - immer noch Unsicherheit darüber herrscht, wie und aus welchen Quellen die Pipeline überhaupt mit Gas gefüllt werden soll. "Auch aus der Beantwortung unserer dringlichen Anfrage letzte Woche an Minister Mitterlehner geht hervor, dass Nabucco die einzige Antwort der Bundesregierung auf die Frage nach der Weiterentwicklung des Energiesystems in Österreich ist", so Brunner und abschließend:
"Ich rufe die österreichische Bundesregeierung erneut auf, die Zeichen der Zeit zu erkennen und Energiepolitik neu zu denken und sich von Projekten a la Nabucco zu verabschieden. Wir müssen Energie einsparen und das Energiesystem sukzessive auf erneuerbare Energie umbauen".

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0005