BZÖ-Strutz warnt vor drastischen Preiserhöhungen bei 900 Arzneimitteln

Gesundheitsminister soll Pharmaindustrie in Schranken weisen

Klagenfurt (OTS) - Der Gesundheitssprecher des BZÖ Kärnten, Dr. Martin Strutz, macht darauf aufmerksam, dass trotz Mehrwertssteuersenkung mit Jahresbeginn die Preise für Arzneimittel drastisch angehoben wurden. Dem BZÖ liegt eine Liste von 900 Produkten vor, die von der Pharmaindustrie verteuert worden sind. Strutz fordert den Gesundheitsminister auf, sofort auf die Pharmaindustrie einzuwirken, weil sonst die Mehrwertssteuersenkung nicht der österreichischen Bevölkerung und hier vor allem den Senioren zugute kommt, sondern nur der Pharmaindustrie.

Strutz erläutert die Problematik:
Auf Antrag des BZÖ hat das Parlament im Jahr 2008 die Senkung der Mehrwertsteuer für Medikamente von 20 auf 10 Prozent beschlossen. Diese Senkung der Mehrwertsteuer für Medikamente ist mit 1. Jänner 2009 in Kraft getreten.
Nun erfolgte am 1. Jänner 2009 aber gleichzeitig eine Preiserhöhung bei rund 900 Arzneimitteln, während im Jänner 2007 lediglich rund 600 Arzneimittel und im Jänner 2008 sogar nur rund 300 Artikel im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr erhöht wurden. "Die ungewöhnlich hohe Anzahl der erhöhten Arzneimittel im heurigen Jänner um das dreifache gegenüber dem Vorjahr ist kaum nachvollziehbar. Damit wird verhindert, dass eine Verbilligung der Arzneimittel durch die 10-prozentige Mehrwertsteuersenkung stattfindet", sagt Strutz.

Bei rund 700 Artikeln liege die Preiserhöhung noch innerhalb der 10-prozentigen Mehrwertsteuersenkung, was dazu führe, dass von der Senkung der Mehrwertsteuer nicht viel übrig bleibt. Bei rund 200 Arzneimitteln übersteigt die Preiserhöhung die 10-prozentige Mehrwertsteuersenkung sogar, bevor die Artikel in die Apotheken (Apothekeneinkaufspreis) gelangen. Bei einem Arzneimittel betrug die Preiserhöhung mehr als 88 Prozent.

Dieses Vorgehen der Pharmakonzerne sei nicht tragbar. "Der Gesundheitsminister hat hier dringenden Handlungsbedarf", so Strutz.

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