Industrie: Erhöhte Forschungsintensität bei Unternehmen schafft Beschäftigung

IV-GS Beyrer: Ausreichende Finanzierung der direkten Forschungsförderung ist direkte Voraussetzung für Wohlstand und Beschäftigung - Nicht an falscher Stelle sparen

Wien (OTS) - (PdI) "Innovationen auf Basis von Forschung und Entwicklung sind die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg. Die Erhöhung der Forschungsintensität bei Unternehmen hat bereits im Folgejahr maßgebliche positive Auswirkungen auf die Beschäftigung, wodurch langfristig Arbeitsplätze nicht nur abgesichert, sondern auch neu geschaffen werden", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer anlässlich der jüngsten Diskussionen über die Forschungsförderung. Die gestern publizierte stark steigende Nachfrage nach Förderungen bei der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) zeige "die dringende Notwendigkeit seitens der öffentlichen Hand, gerade in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation nicht an der falschen Stelle zu sparen. Gerade in der schwierigen Phase, in der wir uns befinden, können wir es uns nicht leisten, dass auch nur ein einziges gutes Forschungsprojekt in der angewandten, wirtschaftsnahen Forschung nicht verwirklicht werden kann", betonte der IV-Generalsekretär.

Darüber hinaus gäbe es gerade jetzt eine wesentliche standortpolitische Komponente. "Die Karten werden gerade neu gemischt. Die Entscheidungen im konzerninternen Wettbewerb internationaler Unternehmen darüber, ob weiter in Österreich oder anderswo in Forschungsinfrastruktur investiert wird, werden jetzt getroffen. Die Verlagerung oder Abwanderung von wirtschaftsnahen Forschungskapazitäten hätte dramatisch negative Auswirkungen auf den Standort und auf die Beschäftigung. Der in Österreich erreichte Wohlstand könnte mittel- und langfristig nicht gehalten werden", sagte Beyrer. Ein Rückgang unternehmensnaher Forschung in Folge Sparens an der falschen Stelle führe mittelfristig zu einem niedrigeren Potenzialwachstum und letztlich zu einer höheren Arbeitslosigkeit.

Beyrer sprach sich anlässlich jüngster Aussagen und Forderungen von Wissenschaftern nachdrücklich gegen ein "Auseinanderdividieren von Wissenschaft und Grundlagenforschung einerseits und unternehmerischer/angewandter Forschung andererseits" aus. "Österreich muss im Forschungsbereich an der Umsetzung arbeiten und braucht dazu jene Unternehmen, die dazu in der Lage sind." In diesem Zusammenhang wies der IV-Generalsekretär darauf hin, dass der private unternehmerische Sektor 63 % der gesamten F&E-Investitionen Österreichs tätige; allein 103 Leitbetriebe investierten 35 % der gesamten österreichischen F&E-Leistungen.

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