Kinderfreunde erfreut über Durchbruch bei elementaren Bildungseinrichtungen

Wien (SK) - Die Österreichischen Kinderfreunde als eine der größten Trägerorganisationen im elementaren Bildungsbereich freuen sich über die jüngsten Ankündigungen der MinisterInnen Schmied und Hahn zur Reform der Kindergartenausbildung. "Der Plan, KindergartenpädagogInnen künftig gemeinsam mit allen anderen pädagogischen Berufen auf tertiärem Niveau auszubilden, bedeutet eine richtiggehende Revolution im elementaren Bildungsbereich", freut sich Gernot Rammer, Bundesgeschäftsführer der Österreichischen Kinderfreunde. Die Kinderfreunde haben immer betont, dass eine Ausbildungsreform der wichtigste Schlüssel zur Anhebung der Bildungsqualität im Kindergarten ist. ****

Eine bessere Ausbildung künftiger ElementarpädagogInnen wird diese besser befähigen, mit den schwieriger gewordenen Anforderungen in der Praxis fertig zu werden. Aber auch Themen wie Berufsimage, Entlohnung, Männeranteil im Kindergarten und viele andere brennende Fragen bekommen mit dieser Ankündigung neuen Schwung. Für die geplante ExpertInnenkommission fordern wir BM Schmied und BM Hahn auf, auch ExpertInnen aus dem Feld der Elementarbildung für die Beratungen einzuberufen.

Das Ziel der Kinderfreunde, den Kindergarten als Bildungseinrichtung weiter zu etablieren, wird auch durch die jüngsten Entwicklungen in den Bundesländern beflügelt. Nach der Reihe beschließen Landtage die Einführung von Gratiskindergartenangeboten. "Wir freuen uns für die Bildungschancen der Kinder über diesen positiven Wettbewerb. Am Anfang sind unsere Vorschläge bekämpft und belächelt worden. Jetzt sehen wir bereits die ersten Schritte der Umsetzung", so Rammer.

Noch ist aber viel zu tun. Nach wie vor gibt es keine Initiative für ein Bundesrahmengesetz, das den Qualitätsrahmen für alle Kinder in Österreich vorgibt, und dem Bildungsministerium zugeordnet ist. So muss etwa die Gruppengröße verkleinert und der PädagogInnen-Kind-Schlüssel verbessert werden. Wir fordern auch nach wie vor die Einführung eines weiteren Pflichtjahres und ein Gratisangebot, das ab 2 Jahren gilt und ganztags zur Verfügung stehen muss. Noch fehlt aber die breite politische Einsicht, dass Elementarpädagogik ein eigenständiger Bildungsbereich ist, der tausende Kinder überhaupt erst in die Lage versetzt, eine erfolgreiche und positive Schulzeit zu durchlaufen.

Insbesondere in Krisenzeiten ist der Staat gut beraten, in die Bildung der Kinder zu investieren. Diese Investitionen wirken nachhaltig und verbessern die Zukunftschancen einer ganzen Generation. Österreich hat mit den jüngsten Entscheidungen zur Elementarbildung begonnen, sich auf die Überholspur zu begeben. Rammer dazu abschließend: "Wenn beim Reformeifer nicht nachgelassen wird, könnte Österreich aus dem letzten Drittel heraus das -europäische - Feld von hinten aufrollen." (Schluss) gd

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