FALTER: Jeder fünfte Islamische Religionslehrer lehnt die Demokratie ab

Neue Studie enthüllt Weltbild muslimischer Lehrer

Wien (OTS) - Lehnen Sie Demokratie ab, weil sie sich mit dem Islam nicht vereinbaren lässt? 21,9 Prozent sagen Ja. Lehnen Sie die Menschenrechtserklärung ab, weil sie sich mit dem Islam nicht vereinbaren lässt? 27,1 Prozent bejahen. Hätten Sie Verständnis dafür, wenn Muslime, die vom Islam abgefallen sind, mit dem Tod bestraft würden? 18,2 Prozent Zustimmung. Sehen Sie einen Widerspruch zwischen Muslim sein und Europäer sein? 28,4 Prozent sagen Ja.

Für seine Dissertation "Der Islamische Religionsunterricht zwischen Integration und Parallelgesellschaft" befragte der Imam und Religionslehrer Mouhanad Khorchide im Jahr 2007 210 Religionslehrer per Fragebögen. Die Aussagen sind repräsentativ und wissenschaftlich sauber. Universitäts-Professorin Hilde Weiss, eine Kapazität auf dem Feld der Integrationsforschung, betreute die Diss, die mit Sehr Gut benotet wurde.

Die Studie ist die bisher wichtigste Arbeit in Sachen Islam, Schule und Integration. Die beunruhigenden Schlüsse: ein Viertel der Lehrer antwortet auf Fragen nach Demokratie, Rechtsstaat und Integration so, wie rechte Populisten es behaupten und Liberale es befürchten. Je älter die Lehrer, desto höher die Ablehnung gegenüber rechtsstaatlichen Prinzipien. 32,7 Prozent lehnen die rechtsstaatlichen Prinzipien ab (35,5 Prozent von im Ausland und 21,3 Prozent von im Inland Geborenen). Der Studienautor zieht den Schluss, dass 22,6 Prozent der Lehrer "fanatische Haltungen" einnehmen. 44 Prozent der Lehrer betrachten die Vermittlung von Überlegenheitsgefühlen als vorrangiges Ziel.

Anas Schakfeh, Präsident der Islamische Glaubensgemeinschaft, bestätigt im Falter-Interview die Qualitätsmängel im Religionsunterricht, hält die anti-demokratischen Einstellungen der Lehrer aber für "Privatmeinungen". Derzeit unterrichten in Österreich 394 Lehrer 50.000 muslimische Kinder.

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