Erste "Europäische Steinmetzmeister" schließen Ausbildung im Frühjahr ab

Österreichische Steinmetze waren bei der Idee federführend

Wien (PWK056) - Im kommenden Frühjahr wird es die ersten "europäischen Steinmetzmeister" geben, wenn die Kandidaten des ersten Jahrganges - durchwegs Könner ihres Metiers und keineswegs "Versuchskaninchen" - ihre Ausbildung mit dem Examen in Brüssel Mitte Februar abschließen. Genau acht werden sich mit dem neuen Titel schmücken können, darunter zwei Österreicher. Kein Zufall, denn Österreich hat maßgeblichen Anteil an diesem neuen internationalen Ausbildungsweg: Vertreter der Bundesinnung wirkten federführend an der Idee mit, vor allen Steinmetz-Bundesinnungsmeister KommR Rudolf Wunsch und sein Vorgänger TR KommR Franz Bamberger, der auch zu recht stolz über das Gelingen ist. "Es ist ein ‚über den Tellerrand Hinausschauen’, man erfährt, was Handwerker der gleichen Zunft in anderen Ländern machen", umreisst Bamberger den Grundgedanken des "europäischen Steinmetzmeisters". Die Ergebnisse des ersten Jahrganges werden in Buchform (dreisprachig) zusammengefasst und der EU übermittelt.

Grundgedanke des "europäischen Steinmetzmeisters" ist das Angebot einer weiterführenden Ausbildung für jene, die in der nationalen Ausbildung die höchste Stufe erreicht haben (Österreich: Meister), um damit auf handwerklicher Ebene ein Pendent zur wissenschaftlichen Ebene zu schaffen. Die Ausbildung dauert zwei Jahre und umfasst eine Spezialausbildung in sechs Bereichen: Computergesteuerte Maschinen, Restaurierung, handwerkliche Fähigkeiten und Techniken, europäisches Recht (samt dem Titel EMC - European Master of Craft) und europäische Sprachen.

Britische Zimmerer wollen mit dem Holzbereich mittun

Der Start des zweiten Jahrganges zum "europäischen Steinmetzmeister" erfolgt Ende September 2009 in London. Um auch den zweiten Durchgang erfolgreich zu gestalten, animiert die Bundesinnung derzeit ihre Mitgliedsbetriebe, Kandidaten zu melden. Wie richtig und zukunftsorientiert diese Idee ist, zeigt allein der Umstand, dass die britischen Zimmerer (carpenters) auf den Zug aufspringen wollen und eine parallele Ausbildung für den Holzbereich planen. (JR)

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