Traschkowitsch: "Gedenken an homosexuelle NS-Opfer - Niemals vergessen!"

Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

Wien (SK) - "Homosexualität wurde von den Nationalsozialisten als "widernatürliche Veranlagung" angesehen, die "auszurotten" sei. Homosexuelle erwartete die Verschleppung in Konzentrationslager, wo sie - mit dem rosa Winkel gekennzeichnet - eine unmenschliche Behandlung und bestialische Folter erfuhren und schlussendlich oftmals ermordet wurden. Gerade am heutigen internationalen Gedenktag an die Opfer des Holocaust gilt es daher niemals zu vergessen und mehr denn je zu erinnern und auch aufzuklären", so Bezirksrat Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender der SoHo (Sozialdemokratie und Homosexualität) heute gegenüber dem SPÖ Pressedienst. ****

"Es ist ein schwieriges, für manche möglicherweise gerade deshalb auch ein unbequemes Thema, das mit Gewalt, Gräueltaten und Tod verbunden ist. Gerade aus diesem Grunde ist es wichtig, dass der Holocaust in Erinnerung bleibt und das Bewusstsein, dass tragischerweise auch heutzutage noch nationalsozialistisches Gedankengut in manchem Köpfen zu finden ist, gilt es wieder zu schärfen und dagegen aufzutreten. Denn beispielsweise die aktuellen Ereignisse rund um Mitarbeiter des dritten Nationalratspräsidenten Graf, die vermutlich ohne Konsequenzen bei einem Versandhandel "Nazidreck" bestellt haben sollen, einen FP-Chef Strache, der ein Gerichtsurteil gegen seine Nationalratsabgeordnete Winter wegen Volksverhetzung nicht akzeptieren will und statt dessen den Richter attackiert, sprechen eine eindeutige und widerliche Sprache", zeigt sich Traschkowitsch erschüttert.

"Wir müssen daher alle Möglichkeiten der Sensibilisierung nützen. Jede Initiative im schulischen und auch außerschulischen Bereich muss unterstützt und hervorgehoben werden. Daher wünsche ich mir für den heutigen Tag besonders, dass in Kürze ein - vor allem machbarer -Vorschlag des Künstlers Hans Kuppelwieser für das bereits seit längerer Zeit versprochene Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Wien realisiert wird", so Peter Traschkowitsch abschließend. (Schluss) sw

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