Kapellari: "Kein Abschied vom Zweiten Vatikanischen Konzil"

Aufhebung der Exkommunikation der lefebvrianischen Bischöfe "kann und darf" nicht als Billigung der Leugnung der Shoah durch Richard Williamson verstanden werden

Graz, 27.1.09 (KAP) "Medien-Bischof" Egon Kapellari hat am Dienstag auf Anfrage von "Kathpress" zu den Diskussionen um die Aufhebung der Exkommunikation für die vier lefebvrianischen Bischöfe und die Leugnung der Shoah durch einen dieser Bischöfe Stellung genommen. Wörtlich stellte Bischof Kapellari fest: "Die vier lefebvrianischen Bischöfe wurden seinerzeit wegen ihrer rechtswidrigen Bischofsweihe vom Papst exkommuniziert. Die Aufhebung dieser Exkommunikation durch Papst Benedikt XVI. kann und darf nicht als Billigung der Äußerungen eines dieser Bischöfe - des Briten Richard Williamson - über den nationalsozialistischen Massenmord an Juden verstanden werden. Von diesem Bischof haben sich u.a. sowohl der vatikanische Mediensprecher P. Federico Lombardi SJ und Kardinal Walter Kasper, Vorsitzender der vatikanischen Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum, als auch der deutsche Obere der lefebvrianischen Priesterbruderschaft, Franz Schmidberger, sogleich öffentlich distanziert. Die Rückkehr der lefebvrianischen Bischöfe in die katholische Kirche kann für die Kirche im Ganzen in keiner Weise als Abschied vom Zweiten Vatikanischen Konzil verstanden werden. Zum Konzil haben sich ja seither alle Päpste immer wieder bekannt". (forts mgl)
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