Gartelgruber: Zwangsehen im Auge behalten

Neue Zahlen aus Deutschland beunruhigen auch in Österreich

Wien (OTS) - "2008 meldeten sich allein in Deutschland fast 200 Frauen und Mädchen bezüglich einer Zwangsverheiratung. Und einem Drittel von ihnen wurde sogar mit Mord gedroht. In Österreich ist das Problem ebenso präsent und wird aufgrund eines steigenden Anteils von Moslems in der Bevölkerung sicher weiter zunehmen", erklärt FPÖ-Frauensprecherin NAbg. Carmen Gartelgruber zum Bericht der Menschenrechtsorganisation "Terre des Femmes", welcher einen deutlichen Anstieg von Hilferufen wegen Zwangsehen 2008 in Deutschland vermeldet.

"Zuwächse von 15 Prozent und mehr gegenüber dem Vorjahr sind ein akutes Warnsignal", so Gartelgruber - auch im Hinblick auf die Herkunftsländer der Betroffenen: "Zumal es sich bei den Betroffenen vor allem um türkische oder kurdische Frauen sowie Kosovarinnen handelt, also Zuwanderer-Gruppen, die auch in Österreich sehr präsent sind."

Die FPÖ-Frauensprecherin fordert eine verstärkte Beratung von jungen Musliminnen und sieht auch die islamische Geistlichkeit in Österreich in der Pflicht: "Voraussetzung für die Auswahl eines Ehepartners wäre auch im Islam eigentlich die Zustimmung der Frau bzw. des Mannes. Der Prophet Mohammed erklärte laut der Überlieferung unmissverständlich:
,Die Frau, die schon einmal verheiratet war, darf nicht eher verheiratet werden, bis sie um ihr Einverständnis gebeten wurde (und dieses gibt). Und die Jungfrau darf nicht eher verheiratet werden, bis sie um Erlaubnis gefragt wurde (und diese gibt)‘. Diese Lehre bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu verbreiten, wäre ein wichtiger Beitrag der muslimischen Gelehrten und Geistlichen."

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