Neues Volksblatt; "Nagelproben" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 27. Jänner 2009

Linz (OTS) - Schön langsam kommt Bewegung ins bundespolitische Geschehen, wenngleich vielleicht nicht alles nach dem Geschmack der Bundesregierung sein mag. Der Widerstand der Länder gegen die Neuregelung beim humanitären Aufenthalt war ein schönes Beispiel dafür, dass der friedlichen SPÖ-ÖVP-Koexistenz auf Bundesebene so manches Ungemach nicht erspart bleiben wird. Dass OÖ nicht gewillt ist, das Nein aus Wien zu einer Medizin-Uni einfach hinzunehmen, hat sich schon gezeigt - und wird am Donnerstag in der Landtagssitzung gleich noch einmal demonstriert werden. Mit der vereinheitlichten Lehrerausbildung und der Zentralmatura hat man sich zwei Brocken vorgenommen, die man auch erst "derheben" muss, wie man hierzulande sagt. Die angepeilte Maturareform muss man vor allem jenen AHS schmackhaft machen, die sich mit individuellen Angeboten erfolgreich gegen eine Gleichmacherei stemmten, die nun wieder Einzug halten soll. Und die vereinheitlichte Lehrerausbildung hat einen Knackpunkt namens Dienstrechts- und Besoldungsreform. Nachdem es eine Gagennivellierung nach unten kaum geben wird, muss für die Lehrerbesoldung künftig mehr Geld in die Hand genommen werden.
Wie man sieht: an Nagelproben wird es nicht mangeln.

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