Leitl: "Für Österreich geht es primär nicht um mehr, sondern um qualifiziertere Zuwanderung"

"Derzeit wandern die besten Köpfe häufig an Österreich vorbei", warnt Leitl - WKÖ begrüßt geplantes Kriterien-basiertes Zuwanderungsmodell

Wien (PWK057) - "Um international wettbewerbsfähig zu sein und zu bleiben, braucht Österreich qualifizierte Arbeitskräfte. Dieser Bedarf wird in Zukunft - und zwar trotz der aktuell schwierigen Wirtschaftssituation - noch wachsen. Es besteht in Sachen Zuwanderung nach Österreich nach wie vor Handlungsbedarf", sagte Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), nach dem heutigen Auftakt der Gespräche zur geplanten so genannten Rot-Weiß-Rot-Card. Dabei ist die Abkehr von einer Quoten-basierten Zuwanderung hin zu einem Modell vorgesehen, das auf klar nachvollziehbaren Kriterien basiert.

"Derzeit wandern die besten Köpfe leider häufig an Österreich vorbei", warnte Leitl. Österreich rangiere innerhalb der OECD-Länder beim Qualifikationsniveau der Zuwanderer an letzter Stelle. Um diesen Wettbewerbsnachteil wettzumachen, hat die Wirtschaftskammer gemeinsam mit der Industriellenvereinigung und der internationalen Organisation für Migration unter dem Titel "Zuwanderung gestalten" ein umfassendes Migrationsmodell ausgearbeitet. "Wir bringen unsere Vorschläge und unsere Expertise dazu gerne ein", so Leitl.

Erklärtes Ziel müsse es sein, die Zuwanderung nach Österreich nach transparenten Maßstäben zu regeln. Besonderes Augenmerk muss dabei nach Ansicht der WKÖ auf Aspekte wie Integration, Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen sowie eine verstärkte Bewusstseinsbildung über die Chancen, die die Zuwanderung für Österreich bietet, gelegt werden. "Im Mittelpunkt unseres ganz klar an der Realität ausgerichteten Modells steht der gemeinsam mit Sozialpartnern und AMS festgestellte Bedarf am heimischen Arbeitsmarkt. Denn es geht uns primär nicht um mehr, sondern um qualifiziertere Zuwanderung", betonte der WKÖ-Chef abschließend. (JR)

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