Podiumsdiskussion "Kärnten 2009 - Wohin gehen wir?"

Landtagspräsident Josef Lobnig und der "Österreichische Journalist" luden zur Diskussion in den Wappensaal

Klagenfurt (LPD) - Landtagspräsident Josef Lobnig und Georg Taitl, Herausgeber der Zeitschrift "Der Österreichische Journalist", luden gestern, Sonntag, zu einer hochkarätigen Diskussion über die Zukunft Kärntens in den großen Wappensaal des Landhauses. Die Diskutanten, Landeshauptmann Gerhard Dörfler, der Präsident der Industriellenvereinigung Otmar Petschnig, die Chefredakteure Reinhold Dottolo und Hannes Mösslacher, der Landesdirektor des ORF Kärnten Willy Haslitzer und der Bildhauer Harry Jeschofnig waren sich einig, dass das Land seine guten Voraussetzungen nützen müsse, um auch in Zukunft erfolgreich zu bleiben.

"Jörg Haider war ein Meister im Umgang mit Medien", stellte Dörfler fest. Er richtete kritische Worte an die anwesenden Chefredakteure und bat um mehr Qualität in der Berichterstattung. "Die Verantwortung der Medien ist größer als je zuvor", so Dörfler. Es würden viele positive Berichte nicht erscheinen, da sie scheinbar weniger interessant für die Leser seien.

Petschnig machte deutlich, dass Kärnten mehr noch ein Industrieland als ein Tourismusland sei. 60 Prozent der Wertschöpfung des Landes seien auf die Industrie zurückzuführen. Kärnten habe rund 22.000 Beschäftigte in diesem Sektor, doppelt so viele wie im Tourismus beschäftigt sind. In Zukunft sollte Kärnten seine sehr guten Voraussetzungen nutzen und eine Positionierung als "Industrieland Kärnten" wagen.

Die Abwanderung von jungen, gut ausgebildeten Kärntnern, den sogenannten "High Potentials", sei besonders besorgniserregend, stellten Mösslacher und Petschnig fest. Zurück in das Bundesland würden meist nur ältere Generationen kommen. "Es muss Kärnten gelingen, sich als High-Tech-Land mit außergewöhnlich hoher Lebensqualität zu präsentieren, um so eine Abwanderung zu verhindern", erklärte Mösslacher. Weiters würden der Politik im Moment konkrete Themen fehlen.

Dottolo und Haslitzer sprachen den Umgang mit den Medien an. "Jörg Haider war der erste Politiker nach Bruno Kreisky, der die Medien verstanden hat", so Dottolo. "Der verstorbene Landeshauptmann hatte die Gabe, brillant formulieren zu können und konnte so auch bewusst die Medien für sich nutzen", sagte Haslitzer. Ob sich die Parteien richtig positioniert haben, werde man erst nach den Wahlen feststellen können, jedoch sei es von großer Bedeutung, dass Kärnten eine stabile Regierung bekomme und sich durch besondere Leistungen wieder ins mediale Interesse bringen könne.

Der Bildhauer Jeschofnig bat um mediale Unterstützung der Kultur und um Gleichstellung zwischen Volks- und Hochkultur. Weiters solle Kunst in keinem Falle politisiert werden, da gerade sie ja auch oft als Systemgegner auftrete.

Unter den Zuhörern waren auch: LHStv. Uwe Scheuch, LR Harald Dobernig, Landesamtsdirektor-Stellvertreter Dieter Platzer, die Nationalratsabgeordneten Gernot Darmann und Max Linder, Klubobmann Kurt Scheuch, die Landtagsabgeordneten Johann Gallo, Martin Strutz und Günther Willegger und Claudia Haider mit ihren Töchtern Ulrike und Cornelia.

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