Dachverband Energie-Klima kritisiert Mitterlehneraussagen

Kanduth: Mitterlehner unterschätzt die Leistungsfähigkeit der heimischen Industrie der Erneuerbaren

Wien (OTS) - "Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner verkennt
die Leistungsfähigkeit der heimischen Industrie für erneuerbare Energieträger dramatisch, wenn er, wie zuletzt in einem Interview mit einer steirischen Tageszeitung, einem Potential von nur 28 % das Wort redet", erklärt der Obmann des Dachverbandes Energie-Klima Kommerzialrat Robert Kanduth. Das Potential liege deutlich über der EU-Vorgabe von 34 %. "Die Politik verhindert in Österreich vor allem einen Heimmarkt im Bereich der Photovoltaik", konstatiert Kanduth. Fast 100% der in Österreich produzierten Module gingen ins Ausland. Mitterlehners Behauptung, dass das österreichische Ökostromgesetz (ÖSG) dem deutschen Erneuerbaren Energie Gesetz (EEG) ebenbürtig sei, könne schon deswegen nicht stimmen, da Bayern bereits 2 Prozent seines Strombedarfs mit sicherem und sauberem Sonnenstrom decke und Österreich erst 3 Promille, rechnet Kanduth dem Minister vor. Gerade nach dem Lieferstopp von russischem Gas sei es ein Gebot der Stunde vorbehaltlos heimische Ressourcen und Kapazitäten zu nutzen. "Das Ökostromgesetz muss völlig neu überdacht werden" fordert Kanduth und verlangt einen runden Tisch von allen Anbietern erneuerbarer Energietechniken mit dem Minister, da im Ministerium ein traditionelles Informationsdefizit in dieser Richtung herrsche. Kanduth weiters, Energieeffizienz sei zwar richtig und gut aber Restwärme und Strom werden weiterhin gebraucht werden, daher sind die Bereiche der Energiebereitstellung nicht zu vernachlässigen.

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