ÖH: Der Wille zur Bildungsreform ist da, jetzt müssen gemeinsame Taten folgen

Reform der Lehrendenausbildung in ihren Ansätzen positiv, doch wichtige Probleme erfordern noch eine breitere Diskussion

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) nimmt die Vorschläge von Ministerin Schmied und Minister Hahn zu einer zukünftigen Lehrendenausbildung positiv auf. Gleichzeitig bedauert die Bundesvertretung, dass die Studierenden bisher nicht eingeladen wurden, einen Beitrag zur neu gegründeten Gruppe von Expertinnen und Experten zu liefern.

"Wir begrüßen Vorsätze für die Reform wie die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrer auf hohem tertiärem Niveau sowie die Kombination einer fundierten Basisausbildung mit Aufbau-Modulen, wie sie der Minister vorgeschlagen hat", kommentiert der Vorsitzende der ÖH Bundesvertretung, Samir Al-Mobayyed, die gemeinsamen Pläne der Ministerien. Auch der Ansatz einer verstärkten Durchlässigkeit von einer zur anderen Schulform entspricht den Forderungen der Studierendenvertretung und wird positiv aufgenommen, da er berufliche Flexibilität bringt und Lehrenden die Möglichkeit gibt, sich weiter zu entwickeln. "Auch bei der Schaffung von Aufnahmeverfahren stimmen wir zu, obwohl es die angedachten Studieneingangsphasen bei den Pädagogischen Hochschulen schon seit geraumer Zeit gibt. Jetzt sollten diese Strukturen für alle zukünftigen Pädagoginnen und Pädagogen angewandt und vor allem wirkungsvoller eingesetzt werden", ergänzt der stellvertretende Vorsitzende der ÖH Bundesvertretung, Norbert Köck. Als wichtigen Schritt sehen die Studierendenvertreter auch die Schaffung eines berufsbegleitenden Ausbildungsangebots für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger: "Diese Fachkräfte werden zukünftig die Lücken im Lehrendenbedarf schließen können, wir sollten ihnen attraktive Einstiegsmöglichkeiten bieten", fordert Al-Mobayyed.

"Die eingesetzte Expertinnen- und Expertengruppe verliert an Kompetenz, wenn die Studierenden als zukünftige Lehrende nicht in die Beratungen eingebunden werden, bisher gab es keine Einladung zur Teilnahme. Momentan vermissen wir breit angelegte inhaltliche Diskussionen über Fragen wie die Förderung der Mobilität von ausgebildeten Lehrenden innerhalb Österreichs oder die Aufwertung der pädagogischen Ausbildung durch Masterabschlüsse. In der ÖH-internen Arbeitsgruppe zur zukünftigen Lehrendenausbildung werden Lösungsansätze zu diesen Themen bereits fruchtbringend diskutiert", so Norbert Köck abschließend.

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