Präsident Staudinger verlangt verbindliche Zusage zur Fahrplan-Reparatur in NÖ

Das Land als Besteller des Nahverkehrs gab sich mit Scheinverbesserungen zufrieden

Wien (AKNÖ) - "So kann es nicht weitergehen", kritisierte AKNÖ-Präsident Josef Staudinger die teils spürbaren Verschlechterungen, die der Fahrplanwechsel vom Dezember für viele SchülerInnen und PendlerInnen mit sich gebracht hat. "Die Nahverkehrsbestellungen sind Ländersache, daher müssen jetzt Nägel mit Köpfen gemacht werden", verlangt Staudinger. Vor allem auf der Nordbahn, von und nach Mistelbach und auf der Kremser Linie fordert die AKNÖ Nachbesserungen, "die auf die Lebensumstände der Menschen Rücksicht nehmen".

Seit Jahren hören die niederösterreichischen PendlerInnen, dass es wegen umfangreicher Baumaßnahmen vorerst zu Behinderungen kommt. Staudinger: "Die Millionen-Investitionen gehören dort hin, wo die Millionen Stammkunden unterwegs sind. Das ist der Weg zur Arbeit und der Weg zur Schule." Es kann nicht sein, dass es wegen ein paar hundert Meter fehlender Geleise, die für eine Kreuzungsmöglichkeit notwendig sind, zu extrem langen Intervallen kommt und die Bahn auf die Straße ausweichen muss, wie das für die Schüler nach Mistelbach der Fall ist. "Solche Notlösungen lehnen wir ab", sagte Staudinger.

AKNÖ-Warnungen wurden nicht gehört AKNÖ-Verkehrsexperte Dipl.-Geograf Thomas Kronister dazu: "Die PendlerInnen und SchülerInnen müssen Vorrang haben. Darauf haben wir oft hingewiesen. Alle Beschwerden, die wir bekommen haben, wurden umgehend an die zuständigen Stellen weitergegeben." Die AKNÖ hat regelmäßig vor einer Ausdünnung des Fahrplanes - wie zum Beispiel beim Gänsendorfer Ast der S-Bahn - gewarnt. Dort, wo Schulangebote und Arbeitsplätze fehlen, ist die S-Bahn die Lebensader der Region: "Züge, die nirgends stehen bleiben, sind sinnlos. Die S-Bahn kann auch nicht auf einen sturen Halbstundentakt reduziert werden, wenn der Bedarf vielfach höher liegt", so der AKNÖ-Experte.

Bessere Verbindungen von Krems nach Wien - Umsteighürden beseitigen Für die Verbindung von Krems nach Wien fordert die AKNÖ "zumindest ein Umsteigen am gleichen Bahnsteig - und wo Bahnsteige fehlen, wie in Absdorf-Hippersdorf, dort sind welche zu errichten."

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