Das Vermächtnis der Holocaust-Überlebenden

"A Letter To The Stars" präsentiert zum Internationalen Holocaust-Gedenktag einzigartige Dokumentation: "Die Letzten Zeugen"

Wien (OTS) - Sie waren Kinder und Jugendliche, als sie gedemütigt, verfolgt, vertrieben und ihre Familien ermordet wurden. Jetzt erzählen 45 österreichische Holocaust-Überlebende, die heute in den USA, in Israel, England, Australien, Südamerika oder Österreich leben, ihre Lebensgeschichten.

Das Buch "Die Letzten Zeugen", das am 27. Jänner, dem Tag der Befreiung des KZ Auschwitz, vorgestellt wird, ist ihr Vermächtnis. Das Vermächtnis der "Letzten Zeugen".

An ihrem Lebensabend erzählen die Menschen, wie sie in Österreich verfolgt wurden, den Holocaust im KZ, auf der Flucht oder im Exil überlebt haben und wie sie danach weiterleben konnten.

Hunderte Überlebende haben im Projekt "A Letter To The Stars", dem nachhaltigsten Zeitgeschichte-Projekt an Österreichs Schulen, bisher ihre persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen an Jugendliche weitergegeben. Und viele von ihnen berichten, dass die Begegnungen mit Schülern jenes Landes, aus dem sie vertrieben wurden, erstmals zu einem Gefühl der Versöhnung mit ihrer ehemaligen Heimat geführt haben. "Der Kreis hat sich geschlossen", sagt etwa Dorit B. Whiteman, renommierte Psychologin aus den USA, die 1938 flüchten musste. "Das Projekt hat bewirkt, dass ich nun aufhören kann, Österreich und die Österreicher zu hassen", meint Max Lerner, der als 14-Jähriger entkommen konnte, als Spion der US-Army zurück kam und hinter den feindlichen Linien Nazis verhaftete. Ilse Cranmer, die auf einem Kindertransport nach England geflohen ist, sagt: "Ich konnte durch das Engagement der Jugendlichen Frieden schließen."

Das Buch "Die Letzten Zeugen", das dank der Unterstützung von Post-Generaldirektor Dr. Anton Wais an Hunderte Überlebende in aller Welt versendet werden konnte, ist eine einzigartige, aufwendig gestaltete Dokumentation.

Auf knapp 400 Seiten ist es ein Vermächtnis lebensfroher Menschen, die aufgrund ihrer Geschichte gelernt haben, was im Leben zählt und wie wichtig es ist, Mensch zu bleiben. Oder, wie es die in Österreich gebliebene Auschwitz-Überlebende Susanne Lamberg ausdrückt: "Ich habe erfahren, dass jeder von uns immer, in jeder Lebenssituation, die Möglichkeit hat, hilfreich oder niederträchtig, mutig oder feig, menschlich oder unmenschlich zu sein, hinzusehen oder wegzuschauen. Wir müssen jeden Tag aufs Neue lernen, Mensch zu sein."

Buch: "Die Letzten Zeugen. Das Vermächtnis der Holocaust-Überlebenden." Verlag Lernen aus der Zeitgeschichte, 384 Seiten, Euro 19,90.

Erhältlich im Buchhandel oder unter www.lettertothestars.at

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