Steinhauser: Schlagende Burschenschafter tanzen in Repräsentationsräumen der Republik

Neuerlich fehlt klare Abgrenzung zum rechten Burschenschaftsrand

Wien (OTS) - "Es ist unerträglich, dass in der Hofburg, den Repräsentationsräumen der Republik wieder schlagende Burschenschafter tanzen", kritisiert der Grüne Justizsprecher Albert Steinhauser den Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) am 30.Jänner. Dem Wiener Korporationsring gehören jene deutschnationalen Burschenschaften, wie Olympia oder Teutonia an, die im Zusammenhang mit Martin Graf und seinen Mitarbeitern durch ihre rechtsextreme Haltung medial aufgefallen sind.
Steinhauser kritisiert, dass die fehlende klare Abgrenzung zum rechten Burschenschaftsrand, die schon im Fall der Wahl Martin Grafs gefehlt hat, auch jetzt nicht vorgenommen wird. Steinhauser sieht diesmal Bundespräsident Fischer gefordert. Der Bundespräsident hat im Zuge der Debatte um die Graf Mitarbeiter klare Worte gefunden und gefordert - man dürfe da nicht einmal anstreifen. "Bundespräsident Fischer muss das jetzt auch in seinem eigenen Haus umsetzen. Niemand würde verstehen, wenn Fischer jetzt zum WKR Ball in seiner Hofburg schweigt", fordert Steinhauser den Bundespräsidenten zum Handeln auf. Das Gegenargument, dass Fischer für die Vergabe der Räumlichkeiten nicht zuständig sei, lässt Steinhauser nicht gelten. "Der WKR Ball findet nicht zum ersten mal statt. Es wäre angebracht gewesen, dass Fischer mit den zuständigen Stellen ein Gespräch geführt und deponiert hätte, dass er diesen Event in der Hofburg nicht wünsche", ist Steinhauser davon überzeugt, dass eine Intervention des Bundespräsidenten nicht ungehört geblieben wäre.

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