Österreichischer Gehörlosenbund startet Gender Mainstreaming-Projekt

Gelebte Gleichberechtigung im NGO-Bereich

Wien (OTS) - Der Österreichische Gehörlosenbund (ÖGLB) vertritt die Interessen der 10.000 gehörlosen und 500.000 hörgeschädigten Menschen in Österreich auf politischer und gesellschaftlicher Ebene.

Der ÖGLB und sein ServiceCenter ÖGS.barrierefrei beziehen in ihre vielfältigen Aktivitäten schon seit geraumer Zeit die Gender-Perspektive mit ein. Nun soll dieser Schritt professionalisiert werden: Ein Gender Mainstreaming-Projekt wird ab Februar 2009 unter der Leitung von Spezialistin und Arbeitspsychologin Mag.a Daniela Reiter sämtliche Aspekte von Gleichstellungsbelangen in die internen und externen Aktivitäten einbinden.

"Gender Mainstreaming in die alltägliche Arbeit zu implementieren, ist gerade heute und gerade in NGO’s ein selbstverständlicher Schritt", so Helene Jarmer, Präsidentin des Österreichischen Gehörlosenbundes: "Letzten Endes kommt es immer auf die Machbarkeit seitens der politischen Förderung der Agenden von NGO’s an - Gender Mainstreaming nimmt auf den Förderplänen der zuständigen Institutionen oftmals eine untergeordnete Rolle ein", kritisiert Jarmer.

Dieses Projekt soll nicht zuletzt der Selbstwahrnehmung von gehörlosen Frauen und Männern dienen, die der ÖGLB unterstützt und vertritt. Denn auch wenn Selbstbewusstsein untrennbar zur Gehörlosengemeinschaft gehört, so fehlt ob der noch immer mangelnden Bildungschancen meist das Bewusstsein der eigenen Fähigkeiten in der hörenden Welt. Um dieses Bewusstsein auch geschlechterspezifisch zu schärfen, "ist Gender Mainstreaming für uns ganz einfach Pflicht", so Jarmer.

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Österreichischer Gehörlosenbund, Mag. Clemens Braunhofer
Tel.: 01/64 10 510 11, c.braunhofer@oegsbarrierefrei.at
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