ARBÖ: 73 Prozent Zustimmung zur "Ökoprämie"

Erster Trend aus Online-Umfrage - Antworten auf die wichtigsten Fragen

Wien (OTS) - Die "Ökoprämie" wird überwiegend positiv aufgenommen. Das zeigen erste Trends bei einer Onlineumfrage, die der ARBÖ auf seiner Website gestartet hat. "73 Prozent sind für die Ökoprämie, 27 Prozent dagegen". Zahlreiche Anfragen beim ARBÖ verdeutlichen, wie stark das Interesse der Autofahrer an der neuen Prämie ist. Manche von ihnen wollen schon ganz genau wissen, wie sie zur Prämie kommen können.

Der ARBÖ hat die wichtigsten Antworten auf die häufigsten Fragen zusammengefasst:

1. Ist die "Ökoprämie" das gleiche wie die "Verschrottungsprämie"? Ja. Nur der Name wurde geändert.

2. Wer genau bekommt die Prämie?
Es ist wie beim Bausparen. Nur wer gewisse Voraussetzungen erfüllt, bekommt die Prämie. Drei Voraussetzungen muss man erfüllen: Erstens ein Auto besitzen, das vor dem 1.1.1996 erstmals zugelassen wurde, also mindestens 13 Jahre alt ist. Zweitens, muss man dieses Auto schon mindestens ein Jahr lang besitzen. Drittens muss man sich ein neues Auto kaufen.

3. Ich habe gerade ein neues Auto gekauft, kann ich die Prämie bekommen?
Grundsätzlich nicht, denn die neue Prämie gilt erst ab 1. April 2009. Reden Sie aber mit Ihrem Händler, falls sie ihm für das neue Auto ein altes, mindestens dreizehn Jahre altes Auto eingegeben haben.

4. Gilt die neue Prämie auch für Vorführwagen?
Ja, ein Vorführwagen ist ein neues Auto, das der Händler für Vorführzwecke angemeldet hat.

5. Kann ich auch für meinen neuen Firmenwagen die Prämie bekommen? Nein, denn die Prämie gilt nur für natürliche Personen, nicht für Körperschaften.

6. Ich besitze seit 15 Jahren einen gut erhaltenen Volvo. Inwiefern ist die Ökoprämie für mich interessant.?
Kommt drauf an, was Sie für Ihren Volvo am Markt bekommen. Wenn Sie ihn für mehr als 1.500 Euro verkaufen können, zahlt sich die Ökoprämie auf keinen Fall aus.

7. Ich kann mir trotz Prämie kein neues Auto leisten. Wieso setzt sich der ARBÖ für so eine Prämie ein?
Wir kämpfen weiterhin um Entlastungen für Pendler, um faire Spritspreise und die komplette Abschaffung der NoVA. Wegen der Krise war der Augenblick günstig, die Ökoprämie, die der ARBÖ aus Umwelt-und Verkehrssicherheitsgründen schon länger fordert durchzubringen. Gerade Menschen, die ihren Pkw über 13 Jahre lang ausfahren müssen, tun sich schwer, ein neues Auto zu kaufen. Die Prämie kann gerade diesen Menschen helfen, sich ein neues Auto zu leisten. Momentan gibt es ziemlich Rabatte und wer sich ein CO2 armen Neuwagen kauft, zahlt kaum mehr NoVA. Mit der Öko-Prämie haben die Autofahrer wenigstens eine Chance, sich vom Staat ein wenig von dem zurückzuholen, was ihnen zuvor abgeknöpft wurde. So eine Prämie ist uns lieber, als alte Fahrzeugen mit Fahrverboten aus den Städten zu verdammen oder sie mit City-Mauten zu belasten.

8. Autos verschrotten - Was ist daran ökologisch?
Die eingesammelten Autos werden nicht vernichtet, sondern zu 85 Prozent wiederverwertet! Das schreibt das Gesetz vor. Autos, die neu auf den Markt kommen, müssen gewisse Abgasnormen erfüllen. Diese wurden immer strenger. Ein über 15 Jahre altes Auto musste seinerzeit die Abgasnorm Euro 0 erfüllen, heute die viel strengere Euro 4. Allein deshalb hat so ein Alt-Diesel 104 Mal mehr Schadstoffe als ein neuer. (33 Mal mehr CO, 17 Mal mehr NOx+Hc, 54 Mal mehr Feinstaub). ein Alt-Benziner 66,5 Mal soviel Schadstoffe als ein neuer (16,5 Mal mehr CO, 31 Mal mehr NOx, 18 Mal mehr HC) . Hinzu kommt der viel geringere Treibstoffverbrauch: Ein alter Benziner verbrauchte noch 9,2 Liter, ein neuer nur mehr 6,8 Liter (Flottenverbrauch). Ein alter Diesel brauchte noch 7,2 Liter, ein neuer 6,2 Liter.

9. Ist es richtig, dass die Ökoprämie nur der ausländischen Autoindustrie nutzt?.
Fehlanzeige! Die Ökoprämie kommt in erster Linie den Autokäufern zugute! Wenn viele sie ausnutzen und neue Autos gekauft werden, profitiert indirekt auch die heimische Zulieferindustrie, die zu über 80 Prozent den europäischen Markt beliefert. Weltweit steckten in jeden neuen Auto zirka 24 Chips von Infineon, viele davon wurden in Villach entwickelt bzw. hergestellt.

10. Wie läuft das ganz genau ab?
Man handelt mit dem Händler den Kaufpreis aus. Man liefert ihm das alte Auto ab . In der Regel wird der Händler die Wiederverwertung organisieren und die nötige Bestätigung liefern. Die Käufer nehmen diesen Schein beim Ab- und Anmelden mit. Und die Zulassungsstelle überprüft, ob man Anspruch auf die Prämie hat und leitet alles nötige in die Wege, damit man vier Tage nach der Anmeldung die 1.500 auf seinem Konto hat.

11. Ist nicht zu befürchten, dass die Händler dann halt die Rabatte senken?
Nein. Man kann weiterhin die Preise vergleichen, feilschen und die Händler gegenseitig ausspielen. Die Ökoprämie bekommt man ja sowieso, egal welches Auto man kauft. Die Prämie wird einem nach dem Kauf vom Finanzamt aufs Konto überwiesen, wenn die Zulassungsbehörde alle Voraussetzungen überprüft hat.

12. Nutzt die Prämie nur den Reichen?
Gegenfrage: Wie viele Reiche wird es wohl geben, die darauf angewiesen sind, ihr Auto 13 Jahre oder länger auszufahren?!

Rückfragen & Kontakt:

ARBÖ
Interessensvertretung und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Lydia Ninz
Tel.: (++43-1) 89121-280
Mobil: 0664/60 123 280
presse@arboe.at
http://www.arboe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR0002