Aufreger Tabakgesetz "Im Klartext" am 28. 1. im RadioKulturhaus und live in Ö1

Wien (OTS) - Nichtraucherschutz oder Bevormundung - darüber diskutieren in der aktuellen Ausgabe von "Im Klartext!" am Mittwoch, den 28. Jänner im RadioKulturhaus Gesundheitsminister Alois Stöger, Helmut Hinterleitner (WKÖ/Sparte Gastronomie), Heinz Kammerer (Wein & Co), Manfred Ainedter (Rechtsanwalt und Raucher) und Sylvia Hartl (Lungenfachärztin) bei Klaus Webhofer. Das Gespräch wird ab 18.30 Uhr live in Ö1 übertragen.

Die Eckpunkte des neuen Tabakgesetzes: Lokale mit maximal 50 Quadratmetern Fläche müssen entweder als Raucher- oder Nichtraucherlokal geführt werden, die Entscheidung darüber liegt bei den Wirten. In Lokalen, die zwischen 50 und 80 Quadratmeter groß sind, müssen Raucher- und Nichtraucherbereich baulich getrennt werden. Sollte das aus technischen Gründen nicht möglich sein, dann muss auch hier der Wirt entscheiden, ob das Lokal als Raucher- oder Nichtraucherlokal geführt wird. Ist ein Betrieb größer als 80 Quadratmeter, muss es entweder einen abgetrennten Raum für Raucher geben, oder es gilt Rauchverbot. Für einen etwaigen Umbau gibt es bis Juli 2010 Zeit - bei Verstößen drohen den Wirten Strafen von bis zu 10.000 Euro, den Gästen bis zu 1.000 Euro.

Das neue Gesetz, das mit 1.1.2009 in Kraft trat, spaltet die Gemüter. Viele Wirte befürchten Umsatzeinbußen oder klagen über zusätzliche Kosten, die durch notwendig gewordene Umbaumaßnahmen entstehen. Der Wiener Gastronom Stefan Gergely hat gar eine Verfassungsklage gegen das Tabakgesetz eingebracht, weil es seiner Meinung nach in entscheidenden Punkten - etwa in der Frage, wie bauliche Trennungen genau auszusehen haben - unklar sei. Viele Raucher wiederum sehen das Gesetz als überbordende Zwangsmaßnahme und fühlen sich in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt. Und auch die Ärzteschaft ist mit dem Gesetz nicht einverstanden: Es sei löchrig und biete zu wenig Nichtraucherschutz, kritisieren viele Ärztevertreter. Parallel dazu häufen sich auch die Anzeigen wegen Verstößen gegen das Tabakgesetz.

Wirklich zufrieden scheint also mit dem neuen Rauchergesetz niemand zu sein. Was als liberaler Mittelweg intendiert war, sorgt offenbar für Verwirrung und Unfrieden zwischen Rauchern, Nichtrauchern und Lokalbesitzern. Was ist die Alternative? Kommt Österreich um ein generelles Rauchverbot, wie es schon in vielen Staaten der EU gilt, mittelfristig überhaupt herum?

"Im Klartext" findet am Mittwoch, den 28. Jänner im RadioKulturhaus statt und wird live in Ö1 übertragen. Beginn ist um 18.15 Uhr, Eintritt: 5 Euro; für RadioKulturhaus-Vorteilskarten-Besitzer und Ö1-Clubmitglieder ist der Eintritt frei (Reservierung unter Tel. 501 70 377), Pressekarten unter Tel. 501 01-18175.

Weitere Informationen zum Programm des RadioKulturhauses gibt es auf der Homepage http://radiokulturhaus.ORF.at oder über das Kartenbüro (Tel. 01/501 70-377). Mehr zum Programm von Österreich 1 ist unter http://oe1.ORF.at abrufbar.(hb)

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