LH-Stv. Haider und LR Ackerl: "Landesregierung macht den Weg frei - Gratiskinderbetreuung statt Gratiskindergarten!"

Auch der Besuch von Krabbelstubben soll beitragsfrei gestellt werden - entsprechender Abänderungsantrag von der Regierung angenommen

Linz (OTS) - "Wer Kinder fördern, Familien entlasten und Frauen eine verbesserte Position in der Arbeitswelt verschaffen will, darf nicht nur den Besuch des Kindergartens beitragsfrei gestalten, sondern muss auch den beitragsfreien Besuch einer Krabbelstube ermöglichen!" so LH-Stv. Haider und Landesrat Josef Ackerl. "Entgegen anders lautender Einzelmeinungen vom Wochenende hat das die Regierung heute auch so gesehen und darum unserem Abänderungsantrag zum Entwurf für ein neues Kinderbetreuungsgesetz zugestimmt und an den Landtag zur weiteren Beratung weitergeleitet!" Diese Beratungen gilt es nun inhaltlich gut vorzubereiten, damit berufstätige Eltern im Herbst tatsächlich auf eine Gratiskinderbetreuung bis zum Schuleintritt zurückgreifen können.

Heute hat die Landesregierung der Vorlage eines Entwurfs für eine Novelle des Oö. Kinderbetreuungsgesetzes an den Landtag zugestimmt, durch die künftig der Besuch eines Kindergartens beitragsfrei gestellt werden soll. Ebenfalls angenommen und zur weiteren Beratung an den Landtag weitergeleitet wurde der Antrag der SP-Fraktion, auch das Angebot der Krabbelstuben künftig beitragsfrei zu stellen. "Dieser Schritt ist notwendig, wenn wir das Anliegen einer entsprechenden Förderung der Kinder, einer Entlastung der Familien und einer Verbesserung der Position der Frauen in der Arbeitswelt wirklich ernst nehmen!" so LH-Stv. Erich Haider und Sozial-Landesrat Josef Ackerl. Gerade wegen der Wahlfreiheit der Frauen und dem Wunsch oder der oftmals vorhandenen Notwendigkeit, so früh wie möglich in den Beruf zurückzukehren, um nicht den Anschluss zu verlieren, hätte es nicht genügt, das Gratiskinderbetreuungsangebot auf die maximale Bezugszeit des Kinderbetreuungsgeldes - und somit nur auf den Kindergarten - abzustellen. "Um diese Wahlfreiheit zu gewährleisten, die neue Flexibilität beim Kinderbetreuungsgeld nicht zu konterkarieren und auf Wünsche bzw. Notwendigkeiten Rücksicht zu nehmen, muss auch die frühkindliche Kinderbetreuung in Krabbelstuben in ein Gratisangebot einbezogen werden!" so Haider und Ackerl. "Und es ist unabdingbar, dass diese Gratiskinderbetreuung ganztägig, mit einem beitragsfreien warmen Mittagstisch, zur Verfügung steht!"

"Weil das Angebot der Krabbelstuben in erster Linie Frauen betrifft, die wieder in den Beruf zurückkehren wollen, schätzen wir den Zusatzbedarf an Plätzen so ein, dass bei einem zügigen Ausbau unter Bereitstellung der entsprechenden Zusatzmittel und Ressourcen eine Abdeckung des Bedarfs möglich sein sollte!" so der für die Jugendwohlfahrt zuständige Landesrat Ackerl. Ackerl stützt sich dabei auf eine Erhebung aus dem Vorjahr unter Eltern, die ihre Kinder nicht in Krabbelstuben gaben. Nach dem Warum gefragt, antworteten 83 Prozent der Befragten spontan, sie hätten keinen Bedarf, weil sie ohnehin nicht berufstätig oder dagegen seien, die Kinder so früh wegzugeben. Nachgefragt gaben aber 4 Prozent als Hauptgrund und 15 Prozent als Zusatzgrund die hohen Kosten an. Demgegenüber nannten nur 2 Prozent als Hauptgrund und nur 4 Prozent als Zusatzgrund den Umstand, dass es keine freien Plätze gäbe. "Es ist unwahrscheinlich, dass alle Familien die Krabbelstuben plötzlich in Anspruch nehmen, nur weil sie beitragsfrei sind, viele Mütter oder Väter wollen in dieser Zeit noch bei ihren Kindern bleiben!" so Ackerl und Haider. "Mit einer Gratiskinderbetreuung bis zum Schuleintritt wollen wir aber jenen helfen, die früher in den Beruf zurückkehren wollen oder müssen, aber dies derzeit nicht können, weil das Betreuungsangebot nicht leistbar ist!"

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