Jannach: BM Berlakovich als verlängerter Arm der Agroindustrie?

Wien (OTS) - ">Wachse oder weiche< ist die Strategie des Bauernbundes und der Industrie", so heute FPÖ-Agrarsprecher NAbg Harald Jannach. "Für viele Bauern bedeutet das ein Leben ohne Freizeit. Für viele das wirtschaftliche Ende. Beim Versuch der haltlosen Wachstumsstrategie zu folgen, sind viele Milchbauern auf der Strecke geblieben. Seit dem EU-Beitritt mussten über 43.000 Milchbauern den Melkschemel beiseite legen.
Das Interessante dabei ist, dass die Milchmenge nicht zurückgegangen sondern leicht gestiegen ist. Denn immer weniger Kühe müssen immer mehr Milch geben. Diese Hochleistungskühe sterben früher, müssen öfter medikamentös behandelt werden und brauchen spezielles Kraftfutter auf Sojabasis, wofür der Regenwald in Brasilien abgeholzt werden müssen."

Jannach weiter: "Minister Berlakovich suggeriert den Bauern, dass ein >anständiger< Bauer mit unter 30 Cent pro Liter auskommt. Und das, obwohl der Herr Minister sehr wohl weiß, dass die Einkaufspreise der landwirtschaftlichen Betriebsmittel gegenüber dem Jahr 2000 um über 44 Prozent gestiegen sind. Dies lässt vermuten, dass der Herr Minister eine weitere Marionette der Agrarindustrie und des Bauernbundes ist."

Der stets freundlich auftretende Herr Berlakovich werde nach dem Auslaufen der Milchquote einen Milchfond einrichten und uns einzureden versuchen, dass er alles menschenmögliche getan habe und alles andere, >nicht menschenmögliche<, vom Markt geregelt werde, prophezeit Jannach, der abschließend festhält: "Herr Niki wird wohl als letzter ÖVP- Landwirtschaftsminister in die Geschichtsbücher eingehen, der es verstand, den Bauern mit zuckersüßem Lächeln ein bitteres Ende zu bereiten."

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