ÖH: Rechnungshofkritik trifft Nagel auf den Kopf

Koordinierungs- und Finanzierungsfragen entscheidende Probleme im tertiären Bildungssektor

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) sieht sich in ihrer bisherigen Kritik an der Österreichischen Hochschulpolitik durch den Rechnungshof bestätigt. "Wir haben schon lange darauf hingewiesen, dass man hierzulande die Notwendigkeit eines Gesamtplanes für den tertiären Bildungssektor unterschätzt hat. Die Politik hat hier einen unmittelbaren Handlungsauftrag. Wir sind schon gespannt, wie das im Regierungsprogramm vorgesehene Konzept aussehen wird und wie lange wir darauf noch warten müssen.", kritisiert ÖH-Vorsitzender Samir Al-Mobayyed.

Die ÖH ortet darüber hinaus dringenden Handlungsbedarf im Bereich der studienplatzorientierten Hochschulfinanzierung. ÖH-Vorsitzender Samir Al-Mobayyed: "Dass es zahlreiche Probleme mit sich bringt, wenn die Hochschulen unabhängig von der Entwicklung der Studierendenzahlen ihre Budgets bekommen, ist wohl klar. Wir widersprechen der Meinung des Wissenschaftsministeriums, dass die Verbindung von freiem Hochschulzugang und Studienplatzfinanzierung unvereinbar wäre. Es ist genau das Gegenteil der Fall, wenn die Hochschulen über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, verschwinden auch die Kapazitätsprobleme. Solange die Budgets flexibel an die Studierendenzahlen angepasst werden, wird es auch keine weiteren Probleme mit dem Hochschulzugang geben. Es darf jedoch auf keinem Fall zu einer Beschränkung auf eine vorher festgelegte Anzahl von Studierenden kommen."

Abschließend betont die ÖH die Notwendigkeit einer signifikanten Steigerung der Hochschulbudgets. "Unabhängig von der Frage, wie das Geld verteilt werden soll, steht fest, dass es zu einer kräftigen Steigerung der Hochschulbudgets kommen muss. Die Wirtschaftskrise jetzt als Vorwand für weitere drei Jahre der Unterfinanzierung herzunehmen, ist nicht akzeptabel. Wir fordern daher die Steigerung der Ausgaben für den tertiären Bildungssektor auf 2 % des BIP bis 2010, alles andere ist Augenauswischerei.", so ÖH-Vorsitzender Samir Al-Mobayyed abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH)
Peter Schweinberger, Pressesprecher
Tel.: 01/310-88-80/59, Mobil: 0676 888 52 211
peter.schweinberger@oeh.ac.at http://www.oeh.ac.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO0001